Venendiagnostik: Phlebographie

Was ist Phlebographie?

Die Phlebographie ist eine Röntgenuntersuchung unter vorherigem Spritzen eines Kontrastmittels in den Arm. Untersucht werden die venösen, zum Herzen hinführenden Blutgefäße. Die Untersuchung dient z. B. dem Nachweis von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel. Ärzte setzen die Methode zudem zur Beurteilung angeborener Probleme, der Funktion, der Venenstruktur und des Klappenstatus ein.

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine röntgendichte Substanz in das Venensystem einzubringen. Bei der direkten Phlebographie wird das Kontrastmittel direkt in das Venenlumen injiziert. Im anderen Fall bringt der Arzt ein Kontrastmittel in den Teil des Knochens ein.

Was sind Indikationen für eine Röntgenuntersuchung der Venen?

  • Krampfaderkrankung mit gemischten Ergebnissen von Funktionstests
  • unklare Ursachen für Geschwüre, Ödeme, Schmerzen im Bein, Fuß
  • das Auftreten von akuten thrombotischen Prozessen in tiefen Venen
  • tiefe Venenthrombose der unteren Extremitäten
  • eine Vielzahl von angeborenen und erworbenen Gefäßpathologien
  • rechtzeitige Erkennung von Blutgerinnseln

Wie führen Mediziner die Phlebographie durch?

Während der röntgendichten Phlebographie legt sich der Patient unter dem Röntgengerät auf den Behandlungstisch. Die Einstichstelle behandelt der Medizinier mit einem Anästhetikum. Im nächsten Schritt führen die Mediziner den Katheter ein, um das Kontrastmittel in eine Vene zu injizieren.

Mit einem Gerät überwacht der Arzt die Bewegung der Lösung. Gleichzeitig fertigt er mehrere Röntgenaufnahmen an. Am Ende des Verfahrens bekommt der Patient eine Flüssigkeit injiziert, um die Vene von dem Farbstoff zu reinigen. Der Katheter wird entfernt, seine Einführstelle mit einem dichten Verband verschlossen.

Der Eingriff passiert auf nüchternen Magen. Nach der Phlebographie der unteren Extremitäten empfehlen Ärzte den Patienten, viel Flüssigkeit zu trinken, um das Kontrastmittel schnell aus dem Körper zu entfernen.

Die Untersuchung dauert 30-60 Minuten. In der Regel kommt die Phlebographie nur selten zur Anwendung, in wirklich zweifelhaften Fällen.

Was sind Gegenanzeigen für eine Venendiagnostik?

Gegenanzeigen für eine Phlebographie können sein:

  • akute entzündliche Prozesse im Untersuchungsgebiet;
  • allgemeiner schlechter Zustand des Patienten;
  • Schwangerschaft;
  • eine Reihe von Gegenanzeigen für die Verwendung von Kontrastmitteln, einschließlich des Vorliegens einer Jodallergie.

 

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