Pharmazeutische Betreuung bei Diabetes

Was ist Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine chronische Krankheit, bei der der Körper kein Insulin produzieren oder vorhandenes Insulin verwenden kann. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse produziert. Es ist für die Übertragung von Glukose (Zucker) aus dem Blut in die Körperzellen notwendig, die dadurch Energie erhalten. Wenn Insulin nicht ausreicht oder nicht richtig wirkt, steigt der Blutzuckerspiegel an. Diabetes wird mit Bluttests diagnostiziert, die einen hohen Blutzuckerspiegel anzeigen. Dies erfordert eine pharmazeutische Betreuung bei Diabetes.

Mit der Zeit kann ein hoher Blutzuckerspiegel (auch als Hyperglykämie bezeichnet) die Blutgefäße und Gewebe des Körpers schädigen, was wiederum zu lebensbedrohlichen Komplikationen und Behinderungen führen kann.

Welche Typen von Diabetes mellitus unterscheidet man?

  • Typ-1-Diabetes mellitus ist eine Erkrankung, bei der aus irgendeinem Grund die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse absterben. Es sind diese Zellen, die Insulin produzieren, sodass ihr Verlust zu einem absoluten Mangel dieses Hormons führt. Ein solcher Diabetes tritt häufiger in der Kindheit oder Jugend auf. Nach modernen Konzepten ist die Entwicklung der Krankheit mit einer Virusinfektion, einer unzureichenden Arbeit des Immunsystems und erblichen Ursachen verbunden. Allerdings wird nicht die Krankheit selbst vererbt, sondern nur eine Veranlagung dazu.
  • Typ-2-Diabetes tritt in der Regel ab dem 30. bis 40. Lebensjahr bei übergewichtigen Menschen auf. Gleichzeitig produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin, aber die Körperzellen können nicht richtig darauf reagieren. Ihre Insulinsensitivität ist verringert. Aus diesem Grund kann Glukose nicht in das Gewebe eindringen und sammelt sich im Blut an. Im Laufe der Zeit kann bei Typ-2-Diabetes auch die Insulinproduktion abnehmen, da sich ein seit langem bestehender hoher Blutzuckerspiegel nachteilig auf die Zellen auswirkt, die ihn produzieren.

Welche pharmazeutische Betreuung bei Diabetes kann angewendet werden?

Bei Typ-1-Diabetes mellitus ist der wichtigste Teil der Therapie die Insulininjektion, die der Patient sein ganzes Leben lang durchführen muss. In den letzten Jahren ist diese pharmazeutische Betreuung bei Diabetes dank der Entwicklung von speziellen Dosier-Spritzenpens deutlich bequemer geworden.

Eine weitere nützliche Entwicklung sind Insulinpumpen für die kontinuierliche subkutane Injektion, von denen die modernsten ein Warnsystem für einen zu niedrigen oder zu hohen Blutzuckerspiegel des Patienten aufweisen. Zudem passen sie die Insulindosis automatisch an. Wenn die Pankreasinsuffizienz (Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse) nicht vollständig ist, können Arzneimittel verwendet werden, die die Insulinproduktion im Körper des Patienten stimulieren.

Bei Typ-2-Diabetes werden Medikamente verschrieben, die die Insulinresistenz des Körpers beseitigen. Wenn der Blutzuckerindikator vor dem Hintergrund einer Langzeitbehandlung mit Höchstdosen solcher Arzneimittel die zulässige Rate überschreitet, sollte der Patient eine Insulinersatztherapie erhalten.

 

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