Periostmassage (P.I.M.) nach Dr. Vogler

Was ist eine Periostmassage?

Die Periostmassage ist eine Form der Akupressur (Punktmassage). Die therapeutische Wirkung besteht darin, dass die Durchblutung und Ernährung der Zellen zunimmt (insbesondere im Periost – dem Bindegewebe, das den Knochen bedeckt). Infolgedessen wird auch eine indirekte Wirkung auf Organe ausgeübt, die durch die Nervenbahnen mit der massierten Oberfläche verbunden sind.

Diese Technik wurde 1929 von Paul Vogler entwickelt. Er machte zunächst darauf aufmerksam, dass sich bei der Entstehung bestimmter Erkrankungen der inneren Organe Veränderungen im Knochengewebe ausbilden.

Knochenkrankheiten betreffen häufig Krankheiten anderer innerer Organe. Umgekehrt betreffen Krankheiten innerer Organe das Periost, verändern es und bilden schmerzhafte Stellen.

Wann ist die Periostmassage indiziert und kontraindiziert?

Eine Periostmassage ist angezeigt für Patienten, bei denen bei der Untersuchung des Periosts schmerzhafte Stellen auftreten sowie für Patienten mit:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates;
  • Restfolgen von Lungenentzündung, Bronchitis;
  • chronische Entzündung des Periosts;
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und des Herz-Kreislauf-Systems (in einigen Fällen);
  • Arthrose (chronische Abnutzung des Gelenkknorpels) der kostalen Wirbel- oder Zwischenwirbelgelenke mit Schmerzen.

Die Periostmassage ist kontraindiziert, wenn der Patient folgende Diagnosen hat:

  • Knochentuberkulose;
  • akute entzündliche Prozesse;
  • Tumoren, einschließlich Onkologie;
  • Osteoporose;
  • verschiedene Hautläsionen und -krankheiten;
  • Angina Pectoris (eine Form der Herzkrankheit, die sich durch Schmerzen in der Brust manifestiert).

Welche Technik verwendet man bei dieser Massageform?

Nachdem der Masseur die Schmerzlokalisation festgestellt hat, fährt er direkt mit der Massage fort. Während der Sitzung kann der Patient sitzen, auf dem Bauch, dem Rücken oder sogar auf der Seite liegen – alles hängt von der Art der Krankheit ab.

Der Masseur macht Druck mit der Spitze oder den Phalangen der Finger an einer oder mehreren Stellen gleichzeitig. Zunächst ist der Druck nicht stark, dann steigt der Druck für einige Sekunden auf ein Maximum an und wird wieder schwächer.

Nach der Massage können an den massierten Stellen Rötungen, Schwellungen und manchmal sogar rote Punkte auftreten. Dies ist jedoch normal und mit der Zeit sollten solche Manifestationen abklingen. Die Periostmassage sollte nicht täglich, sondern jeden zweiten Tag durchgeführt werden. Jede Sitzung sollte nicht länger als 20 Minuten dauern.

 

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