Periorale Dermatitis

Was ist eine periorale Dermatitis?

Die periorale Dermatitis ist eine chronische Hauterkrankung, bei der sich um den Mund des Patienten herum begrenzte Hautausschläge bilden. Hautausschläge haben die Form von Blasen von rosa, rötlicher, gelblicher Farbe, manchmal mit Kruste. Die Krankheit verbreitet sich hauptsächlich bei Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 45 Jahren, Männer leiden viel seltener daran.

Welche Ursachen führen zu einer perioralen Dermatitis?

Die wahren Ursachen für die Entwicklung der Erkrankung sind nicht vollständig geklärt. Zu den provozierenden Faktoren gehören:

  • Langzeit-Arzneimitteltherapie mit pharmazeutischen Präparaten, die Cortikosteroide enthalten;
  • andere Hauterkrankungen, deren Lokalisationsbereich das Gesicht ist – Akne, Ekzeme, Herpes;
  • Störungen im Hormonsystem des Körpers;
  • funktionelle Abweichungen in der Arbeit des Verdauungstraktes;
  • chronische Infektionskrankheiten;
  • verschiedene gynäkologische Pathologien;
  • Überempfindlichkeit der Haut gegen Kosmetik;
  • Überempfindlichkeit gegen Hygieneprodukte, besonders häufig gegen Zahnpasten mit hohem Fluoridgehalt;
  • Vitaminmangel oder umgekehrt ein erhöhter Gehalt an bestimmten Vitaminen im Körper.

Welche Symptome treten bei Patienten auf?

Eine periorale Dermatitis ist gekennzeichnet durch kleine rosa Bläschen, die sich um den Mund, neben der Nase, auf den Wangen und der Nase sowie um die Augen befinden. Hautausschläge sind häufiger symmetrisch auf jeder Seite des Gesichts lokalisiert. Die Krankheit bildet sich allmählich innerhalb von einer Woche bis zu mehreren Monaten.

Patienten mit perioraler Dermatitis klagen in der Regel über unangenehmen Juckreiz, Brennen sowie Hautstraffung. Dabei verschlimmern Feuchtigkeitscremes die Beschwerden.

Eine spezielle „granulomatöse“ Art der perioralen Dermatitis, die hauptsächlich bei Kindern beobachtet wird, zeichnet sich durch das Auftreten von rosa oder gelblich-braunen Hautpapeln aus, die in typischen Bereichen des Gesichts lokalisiert sind. Bei granulomatöser perioraler Dermatitis können Bindehautentzündung und Blepharitis (Entzündung des Augenlidrandes) auftreten.

Wie kann man eine periorale Dermatitis behandeln?

Zu Beginn der Therapie sollte der Patient die Verwendung von Cortikosteroid-Medikamenten, Salben und Cremes vollständig ausschließen und die Verwendung von fluoridhaltigen Kosmetika und Zahnpasten verweigern. Während der medikamentösen Therapie werden dem Patienten Antihistaminika, Diuretika, Beruhigungsmittel, Antibiotika und Vitamin B6 verschrieben. Bei rechtzeitiger Behandlung der Krankheit ist die Prognose günstig.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Dermatologie: Kosmetisch-ästhetische Dermatologie
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Pathologie: Hautpathologie