Peniskrebs

Was ist Peniskrebs?

Penistumoren können gutartig oder bösartig sein. Der häufigste gutartige Tumor des Penis, Peniskrebs, ist ziemlich selten. Eine leichte Zunahme der Inzidenz wird im Alter von 20 bis 40 Jahren beobachtet.

Die genaue Ursache dieser Krankheit ist unbekannt. Am häufigsten tritt dieser Tumor bei Männern mit einer schmalen Vorhaut auf und tritt praktisch nicht bei Personen auf, bei denen zuvor eine Vorhautbeschneidung durchgeführt wurde.

Welche Peniskrebsstadien unterscheidet man?

Es gibt vier Stadien von Peniskrebs:

  • Erstes Stadium: Die Wucherung betrifft nur die Vorhaut.
  • Zweites Stadium: Der Tumor wächst in den Peniskörper hinein oder breitet sich auf einen Leistenlymphknoten aus.
  • Drittes Stadium: Der Krebs vergrößert den Penis tief oder befällt mehrere Lymphknoten.
  • Viertes Stadium: Er breitet sich auf die Beckenlymphknoten oder andere Körperteile aus.

Was sind die klinischen Manifestationen von Peniskrebs?

In den frühen Stadien der Krankheit sind praktisch keine klinischen Manifestationen vorhanden, insbesondere bei Phimose, wenn sich der Prozess unter der Vorhaut entwickelt. Ein Penistumor kann als fokale Rötung oder Tuberkel, Verdickung, papilläres Wachstum oder Geschwür auftreten. Mit Fortschreiten der Krankheit tritt eine blutige Entladung auf. Schmerzen treten normalerweise nicht auf.

Bei den meisten Patienten befindet sich die Neoplasie am Kopf des Penis. Mit fortschreitender Krankheit kommt es zu einer Verdichtung und einer Zunahme der Neoplasie. Wenn ein lokaler destruktiver Prozess festgestellt wird: Juckreiz, Schmerzen, schmerzhaftes Wasserlassen, Blutungen aus der Läsion. Im Endstadium wird das Krankheitsbild durch Gewichtsverlust, chronisches Unwohlsein, Müdigkeit und Schwäche ergänzt.

Wie wird Peniskrebs diagnostiziert?

Die Diagnose von Peniskrebs kann im Frühstadium und bei gleichzeitiger Phimose schwierig sein. Von vorrangiger Bedeutung sind die Ergebnisse einer zytologischen Untersuchung nach einer Biopsie oder der Entnahme von Abstrichen aus dem Tumor. Um die Prävalenz des Prozesses zu bestimmen, können zusätzliche Untersuchungsmethoden eingesetzt werden: Ultraschalluntersuchung, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT).

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Zur Behandlung von Peniskrebs wendet man die chirurgische Methode, die Strahlentherapie und die Chemotherapie an. Bei kleinen Tumoren kann nur eine Strahlentherapie angewendet werden. In den meisten Fällen werden Tumor-Operationen in Kombination mit Chemotherapie und / oder Strahlentherapie eingesetzt.

Die Strahlentherapie dient zur Erhaltung des Penis. Vor der Bestrahlung kann eine Beschneidung durchgeführt werden, um die Tumorkontrolle zu erleichtern und das Risiko infektiöser Komplikationen und Ödeme zu verringern.

Bei großen Tumoren, die sich bis zur Penisbasis erstrecken, und der Unfähigkeit, nur einen Teil des Organs zu entfernen, wird eine vollständige Entfernung (Amputation) des Penis durchgeführt. Nach Amputation des Penis ist eine Genesung möglich.

Bei der Chemotherapie werden Antitumormitteln (Zytostatika) verwendet. Peniskrebs reagiert mäßig empfindlich auf Chemotherapie. Man kann sie vor und nach der Operation oder Strahlentherapie anwenden, um die Behandlungsergebnisse zu verbessern.

 

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