Panikerkrankungen

Was sind Panikerkrankungen?

Panikerkrankungen äußern sich durch plötzlich auftretende, massive Angstzustände auch ohne erkennbare Ursache, die oft von Schweißausbrüchen und Herzrasen begleitet sind. Der Anfall einer Panikerkrankung führt zu einer starken Freisetzung von Adrenalin – einem Hormon, das den Körper auf eine Reaktion auf eine möglicherweise gefährliche Situation vorbereitet.

Die wahren Ursachen für die Entwicklung von Panikerkrankungen sind unbekannt. Chronische Belastungen, ein genetischer Faktor, die individuelle Anfälligkeit des Nervensystems und Störungen der Funktionen des autonomen Nervensystems wirken sich negativ aus.

Die erste Panikattacke tritt vor dem Hintergrund einer Veränderung der körperlichen oder geistigen Verfassung auf. Zum Beispiel durch übermäßige körperliche Anstrengung, Erschöpfung bei der Arbeit oder chronischen Stress.

Die Tendenz, negative Emotionen zu vermeiden, das mangelnde Verständnis der eigenen Emotionen und die Schwierigkeit, die Tatsache negativer Emotionen zu akzeptieren, erhöhen die Anfälligkeit für Panikerkrankungen. Als Panikerkrankung gilt eine Erkrankung, bei der eine Person innerhalb von vier Wochen vier oder mehr Panikattacken hat.

Welche Arten von Panikattacken gibt es?

Panikattacken werden in drei Arten unterteilt:

  • spontane Panikattacken erscheinen plötzlich, ohne ersichtlichen Grund;
  • situative Panikattacke entsteht vor dem Hintergrund einer bestimmten traumatischen Situation oder in Erwartung einer solchen Situation;
  • situationsbedingte Panikattacke manifestiert sich durch die Exposition gegenüber einem chemischen oder biologischen „Aktivator“ des Nervensystems – beispielsweise bei Einnahme von Alkohol, Koffein oder Drogen mit Veränderungen des Hormonspiegels.

Welche Symptome der Panikerkrankungen manifestieren sich?

Die Dauer der Anfälle variiert zwischen einigen Minuten und einigen Stunden und beträgt durchschnittlich 15 bis 30 Minuten. Sie können von mehrmals am Tag bis zu ein bis zweimal im Monat vorkommen. Die Krankheit manifestiert sich beim Patienten in Form von:

  • einem Gefühl einer umfassenden unerklärlichen, unmotivierten Angst, einer Angst vor dem Tod;
  • einem häufigeren Herzschlag, schwerem Schwitzen, einem Gefühl von Luftmangel, Erstickung, Hitze- oder Schwindelgefühlen, Ohnmacht, zitternde Hände, Schüttelfrost, Übelkeit;
  • Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, Unwohlsein und Bauchschmerzen, Durchfall, schnelles Wasserlassen, Schmerzen in der linken Brusthälfte.

Welche Behandlung wird bei Panikerkrankungen eingesetzt?

Die effektivste Methode der Therapie ist eine kombinierte Behandlung bestehend  aus Medikamenten und Psychotherapie. Zur Behandlung von Panikerkrankungen werden effektiv psychokorrektive Methoden eingesetzt: kognitive Verhaltenspsychotherapie  und hypnotische suggestive Psychotherapie.

Hauptmechanismen sind die Bildung einer adäquaten Interpretation von Körperempfindungen bei Panikerkrankungen. Es werden auch Medikamente verwendet, zum Beispiel Antidepressiva.

Ohne Behandlung beeinträchtigen Panikattacken nach einiger Zeit die Lebensqualität erheblich. Die geistige und körperliche Verfassung ist geschwächt und die Arbeitsfähigkeit lässt nach. Dies führt zu Problemen bei der sozialen Anpassung.

 

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