Palliativmedizin: Palliativversorgung

Was ist die Palliativversorgung in der Palliativmedizin?

Die Palliativmedizin ist ein Spezialgebiet der Medizin, dessen Aufgabe es ist, Leiden zu lindern und die allgemeine Lebensqualität des Patienten zu verbessern, wenn radikale Behandlungsmethoden wirkungslos sind. Palliativmedizin befasst sich nicht mit der Behandlung einer Krankheit, jedoch mit der Beseitigung von Symptomen der Krankheiten. Eine Palliativversorgung soll die bestmögliche Lebensqualität vom Zeitpunkt der Diagnose einer fortschreitenden Krankheit bis zum Lebensende bieten.

Die spezielle ambulatorische Palliativversorgung umfasst in der Praxis die Analgetikatherapie. Patienten lassen sich dafür in einer Tagesklinik behandeln. Diese Form der Palliativmedizin ist nur für Patienten zulässig, die aus gesundheitlichen Gründen selbst die Schmerztherapie aufsuchen können.

Woraus besteht die Palliativversorgung?

Palliativversorgung besteht aus drei Ansätzen, von denen jeder für die Erreichung seiner Ziele von Bedeutung ist:

  • Linderung von Schmerzen: Hierzu wird eine symptomatische Therapie durchgeführt, die krankheitsbedingte Schmerzattacken lindert. Ziel einer solchen Therapie ist es, eine möglichst hohe Lebensqualität für den Patienten zu erreichen;
  • die Arbeit von Psychologen mit dem Patienten und seinen Angehörigen;
  • soziale Unterstützung der Familie des Patienten.

Bei welchen Krankheiten ist diese spezielle Versorgung nötig?

Die Liste der Krankheiten, bei denen eine Person möglicherweise eine Palliativbehandlung benötigt, ist recht umfangreich: Dies sind natürlich onkologische Krankheiten, aber neben diesen gehören auch Infektionskrankheiten, Kopfverletzungen, Arthrose (eine Abnutzung des Gelenkknorpels) und Arthritis (Gelenkentzündung), Zerebralparese, Blutkrankheiten und Erkrankungen des Nervensystems dazu.

Was umfasst die Linderung schwerer Manifestationen der Krankheit?

Die symptomatische Behandlung umfasst:

  • Beseitigung von Schmerzen, Anfällen von Übelkeit, Erbrechen;
  • Reduzierung der Atembeschwerden;
  • Hilfe bei Schwierigkeiten mit den Ausscheidungsfunktionen (Ödeme, Schwierigkeiten beim Wasserlassen);
  • Patientenversorgungstraining;
  • psychologische, psychotherapeutische Unterstützung;
  • Sozialberatung.

Wann ist eine ambulante Palliativversorgung angezeigt?

  • nach ärztlicher Untersuchung liegen dem Patienten keine Hinweise auf einen Krankenhausaufenthalt vor
  • eine Korrektur der Behandlung ist zu Hause möglich
  • der Patient muss höchstens einmal pro Tag in der Klinik sein
  • die Angehörigen des Patienten sind bereit und in der Lage, sich um den Patienten zu kümmern

 

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