Palliativmedizin

Die Palliativmedizin ist eine zusätzliche Weiterbildung, die darauf abzielt, die Lebensqualität von an lebensbedrohlichen, unheilbaren Krankheiten erkrankten Patienten zu verbessern. Dies betrifft vor allem die Endphase, wo die Möglichkeiten einer spezialisierten Behandlung begrenzt oder erschöpft sind. Das Ziel wird durch die Linderung und Prävention von Leiden erreicht, was die Früherkennung, Beurteilung und Behandlung von Schmerzen und anderen schmerzhaften Symptomen sowie die psychologische, soziale und spirituelle Betreuung umfasst.

Palliativmedizin ist eine Gesundheitsversorgung

Die Funktionen der Palliativmedizin sind mit dem Weißbuch der European Association for Palliative Care (EAPC) standardisiert:

  1. Jeder sollte das Recht haben, selbst zu entscheiden, wie und wo er die Pflege erhält. Man entscheidet auch selbstständig, ob er überhaupt Hilfe braucht. (In schwereren Fällen macht das die Familie des Patienten).
  2. Unerwartete Veränderungen während der Behandlung sind ohne Zustimmung des Patienten oder seiner Familienangehörigen unerwünscht.
  3. Der Zustand des Patienten und die Verschreibung der notwendigen Medikamente sollen ständig überwacht werden. Der Palliativdienst soll den Patienten jeden Tag und jede Stunde seines Lebens betreuen.
  4. Freundliche Kommunikation erhöht die Wirksamkeit der Palliativmedizin, deshalb muss der Palliativdienst maximal unterstützend kommunizieren.
  5. Unterstützung für Familienangehörige des Patienten ist eine wichtige Funktion des Palliativdienstes. Während der gesamten Krankheitsperiode werden die Angehörigen bei der Vorbereitung auf den Verlust unterstützt und erhalten bei Bedarf auch nach dem Tod eines Familienmitglieds weiterhin Unterstützung.

Das Hospiz

Hospizdienstist eine Form des Palliativdienstes. Der Hauptzweck des Hospizdienstes ist es, die Patienten jederzeit als Personen zu betreuen. Das Hospiz hilft, alle Probleme des Patienten zu lösen. Hospizdienst und Freiwillige arbeiten zusammen, um sicherzustellen, dass sich der Patient so wohl wie möglich fühlt.

Hospizen bieten nicht nur stationäre, sondern auch ambulante Palliativversorgung an. Der Patient wird vom seinem behandelnden Arzt an das Hospiz überwiesen. Es gibt bestimmte Gründe für diese Überweisung:

  • unheilbarer Krebs oder andere schwere Krankheit (medizinische Dokumentation erforderlich);
  • starke Schmerzen, die in der häuslichen Pflege nicht unterbrochen werden können;
  • sozialpsychologische Indikationen, wie z. B. tiefe Depressionen, Pflegebedürftigkeit, Konflikte in der Familie.