Psychotherapie: Paarsynthese

Was ist Paarsynthese?

Die Paarsynthese ist eine spezielle Form der Psychotherapie, die sich an ein Ehepaar richtet. Sie soll dabei helfen, familiäre Konflikte und Krisensituationen zu überwinden, eine Harmonie in den Beziehungen zu erreichen und die gegenseitige Befriedigung der Bedürfnisse sicherzustellen.

Die Paarsynthese geht davon aus, dass jeder Mensch danach sucht, geliebt zu werden und ist der Ansicht, dass es sich trotz Streit immer lohnt, für einander zu kämpfen. Man kann diese Therapie in zwei verschiedenen Formen anwenden: als eigenständige Methode und als Form der Familienpsychotherapie.

Was zeichnet diese Therapieform aus?

Der Therapeut arbeitet entweder mit einem Ehepaar zusammen oder einzeln mit dem jeweiligen Partner. Mit dieser Option bespricht eine Person mit dem Arzt nicht die Probleme des „anderen“ Ehepartners, sondern nur jene Gedanken, Gefühle, Erfahrungen, die man selbst bezüglich seiner Eheprobleme hat. Der Psychotherapeut übernimmt die Rolle eines Vermittlers und überträgt, nicht emotional eingeschlossen, Informationen über den Konflikt von einem Familienmitglied auf ein anderes in einem vereinbarten Umfang. So führt er den Vermittlungsprozess durch.

Die Paarsynthese kann mehrere Wochen bis zu mehreren Jahren dauern. Um das Problem zu bestimmen und psychotherapeutische Hypothesen aufzustellen, sind drei bis sechs Sitzungen für eine Dauer von 1,5 bis zwei Stunden erforderlich.

Welche Methoden wendet man in der Paarsynthese an?

Derzeit werden dynamische und verhaltensbezogene Methoden in der Paarsynthese eingesetzt:

  • Bei einer dynamischen Methode betrachtet man die eheliche Disharmonie unter dem Gesichtspunkt der internen Motivation für das Verhalten beider Ehepartner. In Sitzungen der Paarsynthese werden Fälle der Nichterfüllung von Hoffnungen aufgrund früherer Lebenserfahrungen, die hauptsächlich in der Kindheit gesammelt wurden, untersucht. Die Hauptvoraussetzung für psychotherapeutische Veränderungen ist die Aktualisierung der Fähigkeit von Teilnehmern der Psychotherapie, die Beziehung zwischen dem Verhalten von Personen und ihren Motiven einerseits und den Besonderheiten des Beziehungskontexts, den sie aufbauen, andererseits zu verstehen und diese Motive zu realisieren.
  • Die verhaltensbezogene Methode in der Paarsynthese zielt in erster Linie darauf ab, das Verhalten der Partner durch Konditionierung und Trainingsmethoden zu verändern. Dabei verwendet man häufig: Abschluss von Eheverträgen, Kommunikationstrainings (insbesondere in Form eines konstruktiven Streits), Problemlösungstechniken usw.

 

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