Otoakustische Emissionen

Was sind die otoakustischen Emissionen?

Otoakustische Emissionen dienen dem Messen der Weitergabefähigkeit von Schallsignalen im Ohr. Angewendet werden sie, um durch das Innenohr hervorgerufene Hör- und Gleichgewichtsstörungen zu erkennen. Die otoakustische Emission ist die Hauptmethode zur Diagnose des Hörvermögens bei Neugeborenen. Der Test hilft bei der Bestimmung der Hörempfindlichkeit sowie bei der Unterscheidung zwischen nervösem und sensorischem, falschem und funktionalem Hörverlust.

Welche Arten der otoakustischen Emissionen unterscheidet man?

  • spontane otoakustische Emissionen sind spontane Reaktionen (Schall), d. h. sie treten in Abwesenheit besonderer akustischer Reize auf
  • die verzögert induzierte otoakustische Emission ist eine Schallantwort auf einen gegebenen Tonimpuls
  • otoakustische Emission bei Frequenz des Verzerrungsprodukts ist eine Schallantwort auf zwei Töne, die gleichzeitig auf verschiedenen Frequenzen wirken
  • otoakustische Emission ist keine Stimulationsfrequenz – Schallantworten auf kurzzeitige, klickartige akustische Reize

Wie wird die Messung durchgeführt?

Der Arzt führt eine Sonde in den Gehörgang ein, um den Untersuchungsbereich abzudichten. Er verwendet dafür eine flexible, weiche Sonde. Für Erwachsene und Neugeborene gibt es aufgrund der unterschiedlichen Größe des Gehörgangs verschiedene Sonden. Ein kleinerer Gehörgang sorgt für einen effektiveren Schalldruck.

Es ist notwendig, dass sich der Patient in einem stationären Zustand befindet und so wenig Geräusche wie möglich macht. Die Zeit, die für die Aufzeichnung der Emission jedes Ohrs benötigt wird, hängt vom Geräuschpegel und vom Verhalten des Patienten ab.

Bei der Messung der otoakustischen Emission bei der Stimulationsfrequenz setzt man Stimuli meist in Form von Klicks ein. Der Stimulationspegel überschreitet dabei in der Regel 60 Stimuli pro Sekunde nicht. Diese Art von Test ist generell dazu da, um das Hörvermögen von Babys zu testen.

Was sind die Merkmale der otoakustischen Emission?

In Bezug auf die Vorteile der otoakustischen Emission sollte man die folgenden Merkmale beachten:

  • Schallemission ist eine der sichersten Diagnosearten;
  • diese Art der Forschung liefert die genauesten Ergebnisse und ist objektiv. Es ist nicht invasiv und zudem absolut schmerzfrei;
  • die otoakustische Emission erfordert kein zusätzliches Training.
  • kann Hörverlust bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung erkennen;
  • mit dieser Art der Diagnostik kann man eine Untersuchung bei kleinen Kindern durchführen.

 

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