Osteosynthese

Was ist Osteosynthese?

Die Osteosynthese ist die operative Versorgung von Knochenbrüchen und anderen Knochenverletzungen durch Implantate (meist aus Metall). Die Aufgabe eines Unfallchirurgen ist es, die Anatomie des Knochens wiederherzustellen und die Fragmente zu fixieren, bevor sie sich verbinden.

Oftmals ist bei einer Verletzung von Knochengewebe nicht nur der Knochen, sondern auch das ihn umgebende Weichgewebe beschädigt. Daher ist es wichtig, diese so schnell wie möglich wiederherzustellen. Das Ziel der Behandlung von gebrochenem Knochen ist es, ihn zusammenzubringen.

Bei der Behandlung von Knochenbrüchen berücksichtigt der Arzt viele Faktoren, die sich auf die Art (geschlossener oder offener Bruch), den Ort, an dem die Fraktur lokalisiert ist (Schienbein, Oberschenkel, Schulter oder anderes Segment) sowie die seit der Verletzung verstrichene Zeit beziehen.

Die Osteosynthese führt ein erfahrener orthopädischer Chirurg durch. Sie ist eine OP-Methode, die ausschließlich im Operationssaal mit medizinischer Ausrüstung, sterilen Instrumenten und einem professionellen Operations-Team mit anästhesiologischer Unterstützung durchgeführt wird.

Welche Arten der Frakturbehandlung gibt es?

Ärzte praktizieren zwei Arten der Frakturbehandlung: chirurgisch und konservativ. Osteosynthese bezieht sich auf die Chirurgie. Das Wesentliche an der Operation ist die Schaffung von Bedingungen für die Wiederherstellung der Integrität von Knochen und Geweben sowie die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Organs (Schienbein, Oberschenkel, Unterarm, Knie oder anderer anatomischer Bereich).

Konservative Methode ist eine Behandlung ohne Operation, der Arzt schließt die Knochenfraktur und immobilisiert den Knochen mit Verbänden.

Welche Arten von Osteosynthese unterscheiden Experten?

Für die Osteosynthese von Schienbein, Oberschenkelhals, Oberschenkelknochen, Oberarmknochen oder anderen Bereichen verwenden Ärzte verschiedene Fixationsgeräte. Einige liegen auf der Oberfläche des Knochens, andere im inneren Teil, andere fixieren die Kombination. Dieser Vorgang heißt auch „gedeckte Osteosynthese“. Die Innenfixierung zeichnet sich dadurch aus, dass die Implantate im Körper verbleiben.

Eine gedeckte Osteosynthese oder Fixierung wird im Inneren durchgeführt unter Zuhilfenahme von:

  • einer Platte;
  • einem Stift;
  • einer Schraube;
  • einer Nadel, etc.

Je nach Lage des Implantats lässt sich die gedeckte Osteosynthese in eine extramedulläre (mit einer Platte) oder eine intraossäre, intramedulläre Osteosynthese (mit einem Stift) unterteilen. Eine Stange kann ebenfalls zur Anwendung kommen. Je nach Zugang zur Frakturstelle kann die Osteosynthese während des chirurgischen Eingriffs vom geschlossenen, extrafokalen oder offenen Typ sein.

Heutzutage ist die minimal-invasive Behandlungsform gängige Praxis.

 

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