Onkotischer Druck

Was ist ein onkotischer Druck?

Als onkotischer Druck ist der Anteil am osmotischen Druck bezeichnet, der von den im Plasma zirkulierenden Proteinen ausgeübt wird. In der Praxis entspricht der osmotische Druck der Anziehungskraft, die Proteine auf Flüssigkeiten ausüben. Der onkotische Druck des Plasmas beträgt etwa 20 bis 25 mmHg.

Was trägt zum onkotischen Druck bei?

Unter normalen Bedingungen hält der menschliche Körper einen Gleichgewichtszustand aufrecht, der zu einer Verteilung von Wasser zwischen Plasma und Interstitialraum (d. h. dem gesamten Raum außerhalb der Gefäße und Zellen) führt. Da das wichtigste Plasmaprotein Albumin ist, trägt dieses am meisten zum onkotischen Druck bei.

Alle Bedingungen, die zur Abnahme des zirkulierenden Albumins führen (Hypoalbuminämie), bestimmen die Unfähigkeit des Plasmas, Wasser zu übertragen, das sich außerhalb der Gefäße ansammelt und zu Ödemen führt.

Wodurch entsteht ein verminderter onkotischer Druck?

Eine Verminderung des onkotischen Drucks resultiert aus einer unzureichenden Albumin-Synthese, wie sie bei Zirrhose (pathologische Vermehrung der Bindegewebsanteile eines Organs) oder Unterernährung auftritt. Oder aus einem über die Norm hinausgehenden Verlust von Albumin, wie es bei Nierenglomeruli-Erkrankungen (zum Beispiel nephrotisches Syndrom) oder bei Darmerkrankungen mit Proteinverlust (Proteinverlust-Enteropathien) auftritt.

 

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