Ösophagusatresie

Was ist Ösophagusatresie?

Die Ösophagusatresie ist eine schwere angeborene Fehlbildung, die mit einer unvollständigen Entwicklung der Speiseröhre verbunden ist. Hierbei verbindet sich die Speiseröhre nicht wie gewohnt mit dem Magen. Oft haben Neugeborene mit Ösophagusatresie eine tracheoösophageale Fistel – eine pathologische Verbindung zwischen der Speiseröhre und der Luftröhre.

Die Krankheit ist mit einer beeinträchtigten Bildung der Speiseröhre in den frühen Stadien der Schwangerschaft verbunden. Ursache ist eine Abweichung zwischen der Geschwindigkeit und der Wachstumsrichtung der Luftröhre und der Speiseröhre.

Welche Symptome manifestieren sich?

Die Symptome einer Ösophagusatresie treten fast unmittelbar nach der Geburt auf. Ein reichlicher und kontinuierlicher Ausfluss aus Mund und Nase des Neugeborenen ist durch schaumigen viskosen Schleim gekennzeichnet.

Beim ersten Stillen kommt es zu Aufstoßen sowie zu Erbrechen. Infolge häufigen Erbrechens treten bei dem Baby schnell Symptome von Dehydration und Erschöpfung auf. Infolge des Einatmens von Schleim und Nahrungspartikeln lässt sich die Entwicklung einer Aspirationspneumonie bei Neugeborenen beobachten, die mit Fieber sowie einer Zunahme der Symptome von Atemversagen einhergeht.

Wie behandelt man Ösophagusatresie?

Ösophagusatresie kann den Tod eines Kindes zum frühestmöglichen Zeitpunkt verursachen. Um Leben zu retten, muss das Baby möglicherweise im Notfall operiert werden, spätestens jedoch 36 Stunden nach der Geburt.

Die Vorbereitung für die Operation besteht darin, den Inhalt des Mundes und des Nasopharynx alle 15 bis 20 Minuten abzusaugen und Sauerstoff zuzuführen. Die Operation besteht in der Trennung von Luftröhre und Speiseröhre und der Verbindung (Anastomose) des oberen und unteren Endes der Speiseröhre.

 

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