Nystagmus

Was ist Nystagmus?

Pathologische Veränderungen der motorischen Funktionen des Augapfels, ausgedrückt durch unwillkürliche, sehr häufige Bewegungen, bezeichnet man als Nystagmus. Typischerweise geht Nystagmus mit einer Abnahme der Sehfunktion einher.

Warum tritt ein Nystagmus auf?

Der Entstehung der Krankheit können Augenkrankheiten und zentrale Störungen vorausgehen. Manchmal bildet sich die Krankheit vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Sehbehinderung aufgrund von Augenläsionen unterschiedlicher Herkunft. Die Krankheit kann vor dem Hintergrund von Albinismus, Schädigung des Sehnervs, Myopie (Kurzsichtigkeit), degenerativen Läsionen der Netzhaut und Astigmatismus (Objekte erscheinen verzerrt) auftreten.

Was sind die Hauptarten der Krankheit?

Nystagmus lässt sich in folgenden Arten teilen:

  • nach Zeitraum des Auftretens: Der Zustand kann bei Kindern als angeborene Pathologie und bei Erwachsenen als Folge einiger Erkrankungen des Körpers, traumatischer oder toxischer Wirkungen auftreten;

Nach Bewegungsrichtung – die Abweichung des Augapfels von einer zentralen Position:

  • horizontaler Nystagmus – das Auge weicht nach rechts bzw. links ab;
  • vertikaler Nystagmus – das Auge weicht nach oben oder unten ab;
  • Rotationsnystagmus – das Auge macht synchrone Bewegungen im Kreis: oben links, unten rechts usw.

Wie äußert sich diese Pathologie?

Mit dem Auftreten und der Entwicklung dieser Pathologie können einige unangenehme Empfindungen einhergehen:

  • Strabismus, Doppelsehen oder Augenschwankungen;
  • Hörverlust;
  • Orientierungslosigkeit im Raum;
  • Übelkeit aufgrund eines schwachen Vestibularapparates, da es für das Auge schwierig ist, das betreffende Subjekt zu fixieren.

Die Krankheit kann auch von Sehstörungen, erhöhter Lichtempfindlichkeit, dem Auftreten verschwommener Bilder sowie Zittern (Tremor) begleitet sein. Bei einer schweren Form der Krankheit stellen die Patienten die Entwicklung von Schwindel und Instabilität fest.

Ist ein Nystagmus vollständig heilbar?

Es ist nicht möglich, die Krankheit vollständig zu heilen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Krankheitsentwicklung zu verlangsamen und die Sehfunktion zu verbessern. Das Behandlungsschema basiert auf der Therapie der Grunderkrankung, die das Auftreten von Nystagmus hervorgerufen hat. Zur Verbesserung der Sehfunktion wird eine Sehkorrektur durchgeführt. Kontaktlinsen und Brillen kommen bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit zum Einsatz.

Zudem verwendet man Vitamintherapie, Medikamente, die das Immunsystem unterstützen, und Vasodilatatoren. Mit speziellen Indikationen ist auch eine Operation durchführbar, um die Augenschwankungen zu reduzieren.

 

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