Nichtallergisches Asthma

Was ist nichtallergisches Asthma?

Das allergische Asthma tritt bei etwa nur einem Drittel der betroffenen Erwachsenen auf. In den meisten Fällen ist eher eine Infektion der oberen und unteren Atemwege verantwortlich für das Asthma. Man vermutet, dass nichtallergisches Asthma insbesondere durch Virusinfekte entsteht. Die Schleimhäute können bestimmte Reizstoffe nicht mehr abwehren, die dann das Asthma auslösen.

Welche Reizstoffe können nichtallergisches Asthma auslösen?

Diese Reizstoffe können zum Beispiel Staub, Reizgase, Luftschadstoffe, Nebel oder kalte und trockene Luft sein. Der wohl gefährlichste Reizstoff bei asthmaanfälligen Menschen ist jedoch der Zigarettenrauch. Egal ob er passiv oder aktiv in den Körper gelangt, kann er ganz erheblich die Entwicklung von Asthma fördern. Bei Asthmatikern kann Zigarettenrauch dafür sorgen, dass sich der Gesundheitszustand deutlich verschlechtert.

Auswirkungen körperlicher Belastungen

Bei fast allen asthmakranken Kindern kann ein Anfall durch eine körperliche Belastung verursacht werden. Am häufigsten geschieht dies beim Laufen und Treppensteigen, wobei die Atemnot erst wenige Minuten nach der eigentlichen Belastung auftritt. Das kommt daher, weil nicht die Belastung direkt Schuld an einem Anfall ist, sondern die durch die Steigerung der Atemfrequenz ausgelöste Abkühlung und Austrocknung der Atemwege.

Welche Vorbeugemaßnahmen sollte man treffen?

So kommt es daher sehr selten zu Asthmabeschwerden, wenn bei einer Belastung die Luft eher warm und feucht ist. Beispielsweise ist das Schwimmen daher grundsätzlich eine gut geeignete Sportart für Leute mit Asthmabeschwerden. Es empfiehlt sich, einem Anfall durch eine spezielle Inhalationen mit einem vom Arzt verordneten Asthmamedikament vor Beginn der Belastung vorzubeugen. Dies kann natürlich nur dann geschehen, wenn man die Belastung vorher planen konnte.

Auf jeden Fall sollte ein Asthmapatient den Rat eines Arztes aufsuchen. Wie schon erwähnt, treten die genannten Asthmaformen in den seltensten Fällen allein auf. Je länger eine Erkrankung besteht, desto sicherer ist es, dass dann eine Mischform vorliegt.

 

Autor
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann

 

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