Neurinom

Was ist ein Neurinom?

Ein Neurinom ist ein gutartiger Tumor, der von Schwann-Zellen (Schwannom) der Hirn- und Spinalnerven ausgeht. Er ist überwiegend am ponto-cerebellären Winkel lokalisiert, wenn er von einem der achten Hirnnervenpaare ausgeht. Zudem ist ein Neurinom an der Wirbelsäule zu finden, häufiger thorakal (zum Brustraum gehörig), wenn er von den Wurzeln der Spinalnerven ausgeht.

Welche Symptome können auftreten?

Die Neurinome können einzeln oder mehrfach auftreten und sind in diesem Fall Teil der multiplen Neurofibromatose (vererbte Multiorganerkrankung) oder der Recklinghausen-Krankheit. Im ponto-cerebellären Winkel verursacht das Neurinom eine Hypoakusis (Verlust des Hörvermögens) und Schwindelgefühl, verbunden mit Anzeichen einer Beeinträchtigung der Trigeminus- und Gesichtsnerven. In diesem Fall ist eine frühe Diagnose für eine vollständige Entfernung und dauerhafte Heilung unerlässlich.

Wie manifestieren sich Neurinome?

Auf der Ebene der Wirbelsäule ist das Neurinom einer der häufigsten extramedullären (außerhalb des Knochenmarks) Tumoren. Es manifestiert sich früh mit einseitigen Schmerzen, dann mit Störungen der willkürlichen Bewegungen und einer ausgedehnten globalen Anästhesie unterhalb der Tumorebene. Auch in diesem Fall ist eine frühe Diagnose für eine effektive chirurgische Therapie unerlässlich. Vor allem, da eine Rückenmarkkompression schneller irreparable Folgen auf komprimierte Nervenstrukturen haben kann als eine Hirnkompression.

 

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