Nesselsucht

Was ist Nesselsucht?

Nesselsucht (Urtikaria) ist eine Gruppe von Krankheiten, die sich in der Ätiologie unterscheiden, aber durch das Hauptsymptom vereint sind – das Auftreten von rosaroten juckenden Formationen (Blasen) auf der Haut, die sich in Form und Größe unterscheiden und über das Hautniveau hinausragen.

Warum tritt eine Nesselsucht auf?

Am häufigsten ist Nesselsucht eine allergische Reaktion auf einen Reiz, manchmal jedoch auch eine Manifestation schwererer Krankheiten. Von den häufigsten Ursachen für Nesselsucht lassen sich folgende unterscheiden:

  • die Verwendung allergener Produkte;
  • die Einnahme von Medikamenten;
  • entzündliche Prozesse im Körper;
  • Leberpathologie (Versagen bei der Zerstörung von Histamin);
  • Autoimmunentzündung;
  • Insektenstiche.

Das Auftreten von Nesselsucht kann erblich sein. Sie kann aufgrund der Einwirkung von Temperatur, Sonneneinstrahlung und mechanischer Beanspruchung auftreten.

Mit welchen klinischen Anzeichen geht eine Urtikaria einher?

Die wichtigsten Manifestationen sind: Blasen auf der Haut, Juckreiz, Brennen der Handflächen, Füße und Ohren. Bei Schwellung der Schleimhaut der Atemwege können Atemnot und Erstickungsgefühle auftreten. Hautausschläge gehen oft mit einem allgemeinen Gefühl von Unwohlsein und Schwäche einher sowie einem Anstieg der Körpertemperatur. Weitere Beschwerden sind: Erröten, plötzliche Schwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, drückende Brustschmerzen, Herzklopfen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall.

Nesselsucht ist jedoch am häufigsten an den Händen lokalisiert: an den Fingern und auf der Rückseite der Handflächen. Außerdem lassen sich Blasen häufig an Stellen mit Gelenkbiegungen und Fettfalten beobachten. Manchmal ist der Ausschlag an den Beinen, am Gesäß, am Rücken und am Bauch lokalisiert.

Welche klinischen Formen der Nesselsucht gibt es?

Es gibt mehrere Formen von Nesselsucht. Alle diese Krankheiten unterscheiden sich in den Merkmalen des Krankheitsverlaufs:

  • Akute Nesselsucht hat die folgenden Symptome: plötzlicher Hautjuckreiz, Blasen, Brennen und Schwellung der Haut.
  • Lichturtikaria: Anzeichen für diese Art sind Hautausschläge in offenen Hautbereichen, die sich nach längerer Sonneneinstrahlung verschlimmern.
  • Kälteurtikaria tritt auf, wenn niedrige Temperaturen die Haut beeinflussen. Zusätzlich zu den für die Haut typischen rosaroten juckenden Blasen ist eine signifikante Schwellung von Weichteilen und Schleimhäuten zu beobachten.
  • Chronische Nesselsucht unterscheidet sich darin, dass nach einiger Zeit nach dem Verschwinden der Ausschlag wieder auftritt. In diesem Fall ist ein starker Juckreiz zu spüren, der mit einem Anstieg der Körpertemperatur und einer Störung des Nervensystems einhergehen kann. Sie tritt in der Regel aufgrund eines Entzündungsprozesses auf (Erkrankungen der Leber, des Magen-Darm-Trakts, Erkrankungen des Pharynx und des Larynx).
  • Kontakturtikaria: Die ersten Anzeichen sind Juckreiz, Hautrötung und Blasen, die wenige Minuten nach Kontakt mit verursachenden Antigenen auftreten.

Wie erfolgt eine Urtikaria-Behandlung?

Die Behandlung von Nesselsucht sollte unter Aufsicht eines Dermatologen geschehen, um mögliche Komplikationen auszuschließen. Bei der Behandlung von Nesselsucht sind immer eine ausgewogene Ernährung und eine Normalisierung des Lebensstils (Beseitigung von Überhitzung, Unterkühlung und körperlicher Überlastung) vorgeschrieben. In den meisten Fällen setzt man Antihistaminika (Arzneimittel zur Vorbeugung und Beseitigung der Symptome allergischer Reaktionen) ein.

 

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