Nasennebenhöhlenentzündung

Wie macht sich eine Entzündung der Nasennebenhöhlen bemerkbar?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) äußert sich durch ein Druckgefühl und Schmerzen im Bereich der Stirn (Stirnhöhlenvereiterung) oder unterhalb der Augen (Kieferhöhlenvereiterung). Das Druckgefühl verstärkt sich, wenn Sie aufstehen oder sich nach vorne beugen. Verursacht wird dieser Druck dadurch, dass Viren und Bakterien in die Nebenhöhlen der Nase gelangt sind. Dort verursachen sie eine verstärkte Produktion von Sekret und lassen die Schleimhäute anschwellen, so dass das Sekret nicht mehr ungehindert abfließen kann.

Was kann ich gegen eine Sinusitis tun?

In erster Linie helfen bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen dieselben Dinge wie bei einem Schnupfen: Ruhe, Wärme, viel Flüssigkeit, Nasenduschen und nicht zu trockene Raumluft, um die Schleimhaut nicht zusätzlich zu reizen. Regelmäßiges Inhalieren mit Kamillenblüten hilft zudem, den Schleim zu lösen. Oft ist bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen allerdings ein Dampfbad mit Schüssel und Handtuch sogar angenehmer als das Inhalieren mit einem speziellen Gerät, da auf diese Weise die Nebenhöhlen auch direkt erwärmt werden. Auch die Bestrahlung mit einer Rotlichtlampe tut oft gut und lindert den schlimmsten Druck.

Wenn die Beschwerden mehrere Tage lang anhalten, ist eine Behandlung mit abschwellenden Nasensprays sinnvoll.

Wann zum Arzt bei Verdacht auf Nasennebenhöhlenentzündung?

Wenn die Sinusitis nicht nach zwei bis drei Tagen von selbst verschwunden ist oder zusätzlich hohes Fieber auftritt. Der Arzt kann eine Behandlung mit Antibiotika verordnen, um die bakterielle Infektion zu beseitigen. Außerdem sollten Sie zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen, wenn Sie ungewöhnlich häufig unter Entzündungen der Nasennebenhöhlen leiden.

 

Autor
Dr. med. Ulrike Stebner

 

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