Nagelpflege

Was sollte man bei der Pflege der Fingernägel beachten?

Für eine gelungene Nagelpflege sollten die Nägel gut eingeweicht und erst dann sanft geschnitten werden, besser noch gefeilt. Als Hilfsmittel dienen lauwarmes Wasser, eine mittelharte Nagelbürste und eine milde Seife. Metallgegenstände wie spitze Nagelfeilen, Messer, Schraubenzieher und dergleichen verletzen allzuleicht das Nagelbett, was zu Infektionen und zumindest zu Schmerzen führt.

Die Unsitte, das zarte Nagelhäutchen mit Metallgegenständen zu verschieben oder sogar abzuschneiden, gehört abgeschafft: Das zarte Nagelhäutchen schützt den noch wachsenden und nicht voll ausgehärteten Nagel. Wenn es unbedingt sein muss, darf man das Nagelhäutchen allenfalls mit der Daumenkuppe oder einem Wattetupfer nach einem erweichenden Bad hochschieben.

Wie schneide ich Nägel richtig?

Auch das Nägelschneiden will gekonnt sein: Nagelknipser, Nagelschere oder Feile sind dafür zulässig. Der Nagel sollte an den Seiten nicht bis ins Nagelbett abgeschnitten werden, denn das Nagelbett reagiert dann mit unerfreulichen Entzündungen. Nach dem Schneiden glättet man die Kanten mit einer feinen Feile oder feinem Schmirgelpapier.

Nagelpflege bei trockener und empfindlicher Haut

Unangenehm sind trockene, splitternde Nägel. Doch nur selten liegt es am Vitaminmangel, meistens wurden die Hände über Gebühr entfettet – durch zu viel Spülwasser oder zu häufiges Händewaschen. Als erste Maßnahme dürfen Haut und Nägel nicht mehr entfettet werden. Gummihandschuhe schützen die kostbare Haut bei der Arbeit mit Lösungen und Laugen. Dann pflegt ein fünfminütiges Bad in Olivenöl mit ein paar Tropfen Zitronensaft die spröden Nägel, am besten jeden Tag.

Schadet Feilen oder Polieren dem Nagel?

Zusätzlich kann man die Nageloberfläche – sollte es denn nötig sein – glatt feilen oder polieren. Dafür gibt es gute Schleifcremes und feine Ledertüchlein. Der Lohn sind gepflegte, gutaussehende Nägel. Allerdings sollte man Nägel mit Quer- oder Längsrillen nicht zu sehr polieren, die etwas hochstehenden Stellen könnten dabei dünn geschliffen werden. Die Nägel würden instabil und das Nagelbett möglicherweise verletzt. All dies beherzigt, hat die Nagelpflege Hand und Fuß.

Nagelpflege: Nagellack am Ende

Zum Schutz der Oberfläche eignet sich Nagellack. Ein guter Nagellack schützt die Nägel, stabilisiert und gleicht Unebenheiten aus. Nagellackentferner dagegen können Unheil anrichten, wenn sie Aceton oder andere organische Lösungsmittel enthalten. Denn sie entfetten die Nägel und trocknen sie aus. Der Schutz durch Nagellack wäre wieder dahin und noch viel mehr.

Skeptischer sollte man beim Modellieren von Nägeln sein. Auf dem echten Nagel wird dabei aus flüssigem Kunstharz ein künstlicher Fingernagel modelliert. Die Grundmasse, das Metacrylat, verursacht relativ oft Allergien. Bei stark angegriffenen oder gar zerstörten Nägeln hat solch eine Modellage jedoch schon so manche Seele gerettet, schließlich tut es gut, schön auszusehen.

 

Autor

Dr. med. Johannes Müller

 

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