Mund-Trinken-Wasser

Mundtrockenheit

Was ist ein trockener Mund?

„Trockener Mund“ ist eine Abnahme der Speichelsekretion. Mundtrockenheit wird auch Xerostomie genannt. Bei Speichelmangel ist der Mund „teigig“ und die Zunge und der Rachen können sogar ein wenig schmerzen. Dieses Symptom wird oft durch zu wenig Trinken begleitet, aber das reicht nicht immer aus, um das Problem zu lösen!

Mundtrockenheit kann jedem gelegentlich passieren. Aber wenn der Zustand andauert, sollte man nicht nur trinken, um seinen Mund feucht zu halten. Die Konsultation eines Facharztes (siehe weiter unten) ist notwendig, denn dieses Symptom kann das Warnzeichen für einen viel lästigeren Allgemeinzustand sein!

Ursachen für Mundtrockenheit

Da viele Medikamente die Speichelproduktion verringern können, ist dieses Symptom recht häufig.

Das Sjögren-Syndrom, das u. a. Mund- und Augentrockenheit (Tränenlosigkeit) kombiniert, betrifft 0,1 bis 0,2 Prozent der Weltbevölkerung, vor allem Frauen über 45 Jahre. Alle Schleimhäute können von diesem Problem der Trockenheit betroffen sein. Rheumatische Schäden sind keine Seltenheit. Tatsächlich handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die so genannt wird, weil sich die eigenen Antikörper einer Person gegen sie wenden. Frauen und Senioren sind am stärksten betroffen.

Xerostomie betrifft jeden, auch Kinder, aber postmenopausale Frauen sind am stärksten gefährdet.

Der Fall der strahlentherapeutisch behandelten HNO-Tumoren ist ein Sonderfall: Die Bestrahlung der Speicheldrüsen führt zu einer Xerostomie, die oft dauerhaft, aber vorhersehbar ist. Es gibt eine spezifische Behandlung für diese Indikation

Was sind die Symptome von Mundtrockenheit?

Neben dem Unbehagen eines teigigen Mundes erhöht ein chronischer Speichelmangel das Risiko von Karies und Zahnfleischentzündungen, da Speichel einen natürlichen Schutz gegen Bakterien bietet. Sie erhöht auch das Risiko von Verletzungen im Mund, die zu einem Gefühl des Unwohlseins führen.

Je mehr die Speichelproduktion reduziert ist, desto größer sind die Beschwerden. Sie kann sogar Schwierigkeiten beim Sprechen oder Schlucken haben. Mundgeruch ist weit verbreitet, und das Risiko von Pilzbefall ist hoch.

Im Falle des Sjögren-Syndroms können Augenbeschwerden im Vordergrund stehen: Brennen in den Augen, Juckreiz und Rötungen sind häufig. Bei übermäßiger Trockenheit kann die Hornhaut sogar der Ort einer Keratitis (Geschwürbildung) sein.

Wen konsultieren bei Mundtrockenheit?

Das Unwohlsein reicht in der Regel aus, um für sich selbst zu sprechen. Sie können mit Ihrem Hausarzt sprechen, aber manchmal ist es der Zahnarzt, der bei einer Konsultation aus einem anderen Grund die Diagnose stellt. Es kann auch der Augenarzt sein, wenn Sie ihn wegen trockener Augen konsultiert haben und er das Sjögren-Syndrom entdeckt.

Wie sieht die Diagnose aus bei trockenem Mund?

Die klinische Untersuchung ist in der Regel ausreichend. Es gibt jedoch einige Tests, der bekannteste davon ist der Schirmer-Test bei Verdacht auf das Sjögren-Syndrom. Dieser läuft wie folgt ab: Ein kleiner Streifen Löschpapier wird mit einem Ende in den inneren Augenwinkel gelegt und der Augenarzt schaut nach 2 Minuten, wie lang das angefeuchtete Papier ist. Beträgt diese Länge weniger als 20 mm, ist das Auge trocken.

Was sind die wichtigsten Behandlungen?

Das Durstzentrum der Senioren arbeitet weniger: Sie müssen sich daher unbedingt angewöhnen, jede Stunde ein Getränk zu sich zu nehmen, sonst verschlimmert sich das Problem durch Dehydrierung.

Bei erheblichen Beschwerden kann ein Speichelersatz verwendet werden. Jedoch haben auch kleine Mittel ihren Nutzen. So helfen beispielsweise:

  • ein zuckerfreies Bonbon oder ein Eiswürfel zu lutschen,
  • das Kauen von Minzblättern (oder die Einnahme als Aufguss) kann sowohl die Speichelproduktion anregen als auch gegen Mundgeruch kämpfen,
  • Ingwer verwenden (kauen oder als Teeaufguss),
  • einen Luftbefeuchter ins Zimmer zu stellen oder
  • durch die Nase zu atmen.

Komplikationen behandeln Ärzte von Fall zu Fall, zum Beispiel durch die Einnahme von Antimykotika bei Pilzinfektionen im Mund.

Akupunktur, bei der Nadeln an strategischen Punkten im Gesicht platziert werden, könnte die Speichelproduktion fördern.

Prävention von Xerostomie

Trinken Sie genug. Oft ist es einfach, den Mund zu befeuchten. Wenn die Augen betroffen sind (Sjögren-Syndrom), setzen Ärzte künstliche Tränen ein.

Medikamente, die trockenen Speichel verursachen, sind gut bekannt. Hierzu zählen bestimmte Antihypertonika, Antidiarrhoika, einige Schlaftabletten, Antinausetika, einige Antidepressiva. Ärzte versuchen bei der Verordnung dieser Medikamente, die kleinste wirksame Dosis zu verabreichen, um diese Störung zu vermeiden. Manchmal ist es möglich, ein Medikament durch ein anderes zu ersetzen, das diese Nebenwirkung nicht hat.

Im Alltag erweisen sich als wirksam, um die Probleme der Mundtrockenheit zu begrenzen:

  • Raucherentwöhnung für Raucher;
  • gute Mundhygiene einführen;
  • sich Zeit am Tisch nehmen, gut zu kauen, wobei weiches, wasserreiches Essen an erster Stelle steht;
  • Begrenzen Sie Ihren Konsum von Tee, Kaffee, würzigen oder übermäßig salzigen Speisen.

 

Bildnachweis: Daria Shevtsova | Pexels

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Augenheilkunde
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Hausarzt / Hausärztin
Strahlentherapie
Zahnmedizin