Morbus Pick

Was ist Morbus Pick?

Morbus Pick ist eine seltene neurodegenerative Erkrankung, die durch atrophische Veränderungen gekennzeichnet ist und hauptsächlich in den Temporal- und Frontallbereichen des Gehirns lokalisiert ist. Atrophie betrifft sowohl den Kortex als auch die subkortikalen Strukturen. Es gibt keine entzündlichen Veränderungen.

Morbus Pick ist eine Krankheit, die normalerweise im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auftritt. Sie manifestiert sich als Zeichen einer zunehmenden Demenz, begleitet von anderen Symptomen einer Hirnschädigung wie Sprach– und Verhaltensstörungen.

Was ist der Unterschied zwischen Morbus Pick und der Alzheimer-Krankheit?

Oft wird Morbus Pick mit Alzheimer verwechselt, insbesondere in den frühen Stadien ihrer Manifestation. Die Hauptunterschiedsmerkmale sind Gedächtnisverlust und verwaschene Sprache. Das sind die Symptome der Alzheimer-Krankheit, aber mit dem Einsetzen von Morbus Pick schreiten diese Symptome langsamer voran.

Wie verläuft die Krankheit?

Die Krankheit verläuft in mehreren Stadien, von denen jedes eine spezifische Prognose hat.

  • Die erste Phase deutet auf eine allgemeine Verschlechterung des Wohlbefindens, das Auftreten negativer Verhaltensänderungen oder Abweichungen hin. Dazu gehören: egoistische Stimmungen und Orientierungen, erhöhte Reizbarkeit, unvernünftige Aggression gegenüber anderen.
  • In der zweiten Phase mit fortschreitender Krankheit verschlechtert sich das Krankheitsbild. Insbesondere die intellektuellen Fähigkeiten nehmen stark ab, die Logik der Handlungen geht verloren.
  • Die dritte Phase: Es gibt eine tiefe Demenz, eine Person hört auf, selbstständig agieren zu können, braucht ständige Überwachung und Pflege.

Was sind Symptome von Morbus Pick?

Die Krankheitssymptome sind charakteristisch für Hirnschäden. Sie sind in Gruppen zusammengefasst: Verhaltensstörungen, emotionale Störungen, Sprachstörungen sowie Störungen des somatischen Nervensystems.

Verhaltensstörungen:

  • Taktlosigkeit;
  • mangelnde Kritik am eigenen Verhalten;
  • Impulsivität;
  • Vernachlässigung der in der Gesellschaft akzeptierten Verhaltensnormen;
  • Hypersexualität;
  • Verletzung des Essverhaltens: Tendenz zu süßem Essen;
  • Vernachlässigung der persönlichen Hygiene.

Emotionale Störungen:

  • Aggressivität;
  • Sprachstörungen:
  • Abnahme des Sprachtempos;
  • Schwierigkeiten beim Benennen von Objekten (eine Person kann sich nicht an den Namen eines Objekts erinnern);
  • Antworten in einsilbigen Sätzen;
  • Wiederholung der letzten Silben in jedem Wort;
  • Wiederholung von Phrasen und Wörtern, die vom Gesprächspartner gehört werden;
  • Instabilität beim Gehen, häufige Stürze;
  • Harninkontinenz.

Ist diese Erkrankung heilbar?

Bis heute gibt es keine Behandlung, die Morbus Pick heilen oder zumindest ihr Fortschreiten verlangsamen könnte. Wenn die durch die Krankheit verursachten Störungen schwerwiegend sind, muss der Patient möglicherweise unter ständiger Aufsicht in einem Hospiz untergebracht werden, um eine ordnungsgemäße Versorgung zu gewährleisten.

Morbus Pick führt zu tiefem Wahnsinn, bei dem eine Person nicht in der Lage ist, sich selbst zu versoregn. Der Patient ist aufgrund mangelnder Motivation und mangelnden Interesses vollständig immobilisiert.

Bei aggressiven Verhaltensreaktionen kommen Medikamente zum Einsatz, die geistig hemmende Prozesse aktivieren sollen – Antipsychotika. In der Anfangsphase erfolgt eine Psychotherapie.

 

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