Morbus Bechterew: Vorsorge

Was ist Morbus Bechterew?

Bei Morbus Bechterew handelt es sich um eine Entzündung des Gelenkknorpels und der Zwischenwirbelgelenke. Bei dieser Pathologie kommt es zu einer Fusion der Zwischenwirbelgelenke. Die Wirbelsäule verliert an Flexibilität. Eine Morbus-Bechterew-Vorsorge ist jedoch möglich.

Wie erfolgt die Morbus-Bechterew-Vorsorge?

Die allgemeinen vorbeugenden Maßnahmen im Falle einer bereits entwickelten Krankheit umfassen: tägliche körperliche Aktivität in Form einer Reihe von Übungen sowie die Vermeidung harter körperlicher Arbeit, bei der die maximale Belastung der Wirbelsäule und des Gelenkapparats auftritt. Zur Morbus-Bechterew-Vorsorge ist empfohlen, zu schwimmen, regelmäßig einen Massagekurs zu machen, auf einer orthopädischen Matratze zu schlafen und die richtige Haltung beizubehalten.

Übungen zum Dehnen und Erhöhen der Bewegungsamplitude tragen dazu bei, die Beweglichkeit der Gelenke, die Flexibilität der Wirbelsäule und eine gute Körperhaltung zu erhalten. Darüber hinaus kann man durch spezielle Atemübungen (Atemgymnastik) die Funktionsfähigkeit der Lunge unterstützen und steigern.

Die primäre Morbus-Bechterew-Vorsorge besteht in der Stärkung des Muskelskeletts und der Verbesserung der Wirbelsäule. Dabei gilt es, übermäßige körperliche Anstrengungen und Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Wie sieht die Sekundärprophylaxe aus?

  • Therapeutische Gymnastik: Die Bewegungstherapie sollte jeden Tag mindestens 30 Minuten lang zweimal durchgeführt werden. Es ist sehr wichtig, den Knorpel zu nähren. Dies ist nur dank der Arbeit der das Gelenk umgebenden Muskeln möglich. Kniebeugen und Gewichtheben sind kontraindiziert, um die richtige Haltung beizubehalten.
  • Physiotherapeutische Verfahren sind ohne Verschlimmerung angezeigt. Sie verlängern die Remissionszeiten. Physiotherapie hat mehrere Vorteile in der Behandlung und kann nicht nur die Schmerzen lindern, sondern auch die Mobilität und körperliche Stärke steigern. Die Wahl der Physiotherapie hängt von der Schwere der Erkrankung, von pathologischen Veränderungen, vom Alter des Patienten und von der Anfälligkeit des Körpers ab. Die effektivsten Kurse sind: Lasertherapie, Kryotherapie (Kältebehandlung), Phototherapie (Behandlung mit Licht, Strahlen), Balneotherapie (Wasserbehandlung).
  • Sanierung chronischer Infektionsherde: Schon eine elementare Erkältung kann die Erkrankung verschlimmern. Chronische Infektionsherde sind eine ständige Quelle für Mikroben, die in den Körper eindringen. Daher sind Patienten mit chronischer Mandelentzündung, kariösen Zähnen, Mittelohrentzündung usw. entsprechend zu behandeln.
  • Stress vermeiden: Emotionale Ausgeglichenheit ist wichtig. Jede psychische Belastung und Stress kann eine Verschlechterung der Krankheit auslösen. Man muss die Techniken der Entspannung und Meditation kennen sowie Konflikte vermeiden.
  • Sport treiben: Nicht alle Sportarten sind für Patienten mit Morbus Bechterew Ärzte empfehlen in der Regel Schwimmen oder Skifahren. Laufen und Kontaktsport sind kontraindiziert.

 

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