Mittelohrentzündung

Wie kommt es zu einer Mittelohrentzündung?

Durch die nachlässige Behandlung eines einfachen Schnupfens kann es unter Umständen zu einer Mittelohrentzündung kommen. Wie die Stirn- und Kieferhöhlen ist auch die Paukenhöhle des Mittelohrs mit einer Schleimhaut ausgestattet. Sie schwillt bei einer Erkältung an, der Schleim vermehrt sich und kann nicht mehr vollständig abfließen. Damit bietet er einen idealen Nährboden für Krankheitserreger.

Frühzeitiges Handeln bei ersten Anzeichen

Ein stechender Schmerz in den Ohren kann möglicherweise ein Zeichen für eine Mittelohrentzündung sein. Bei Erwachsenen gehen Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- und Kieferhöhlenentzündung oft Hand in Hand. Weitaus anfälliger aber sind Kinder und gerade bei Kleinkindern ist hier größte Vorsicht geboten. Besteht der Verdacht auf eine Mittelohrentzündung, sollte ein Arzt eingeschaltet werden, denn oft müssen Antibiotika zum Einsatz kommen.

Was hilft bei einer Mittelohrentzündung?

Die ärztliche Behandlung lässt sich durch einige Maßnahmen unterstützen. Grundsätzlich gelten auch hier die Tipps und Tricks, wie für den Schnupfen. Was im speziellen Fall angebracht ist, sollte aber nur mit Rücksprache des behandelnden Arztes zur Anwendung kommen.

Ohrkompresse: Bei starken Schmerzen in den Ohren empfiehlt sich eine Ohrkompresse. Hierfür legt man zwei mit warmem Wasser getränkte Waschlappen auf die Ohren (selbst wenn nur eines schmerzt!). Eine Badekappe hilft, die Waschlappen an Ort und Stelle zu halten. Sind die Waschlappen ausgekühlt, werden sie erneut in warmes Wasser getränkt. Wenigstens eine halbe Stunde sollte diese Therapie dauern.

Zwiebelkompresse: Gegen Ohrenschmerzen in der Nacht hilft eine Zwiebelkompresse. Auf zwei Taschentücher gibt man kleingehackte und zerdrückte Zwiebeln. Die Taschentücher werden dann als Kompresse auf die Ohren gelegt. Eine Mütze oder ein Schal hält die Kompressen dort, wo sie hingehören.

Homöopathische Mittel: Bei ziehenden Schmerzen in der Nacht, Ohrstechen oder –klopfen sowie starkem Schwitzen bieten sich homöopathische Mittel als unterstützende Maßnahme an.

Wann zum Arzt?

Wenn Sie bei sich Anzeichen für eine Mittelohrentzündung feststellen, sollten Sie in jedem Fall zum Arzt gehen. In den meisten Fällen wird er ein Antibiotikum verschreiben. Bei sehr starken Schmerzen, die durch großen Druck auf das Trommelfell entstehen, muß der Arzt das Trommelfell punktieren. Das bedeutet, dass er einen kleinen Schnitt im Trommelfell macht, damit der Eiter abfließen kann. Bei Kindern geschieht dieser Eingriff im Krankenhaus unter Narkose. Der Schnitt verheilt anschließend innerhalb von zwei Wochen von selbst.

 

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