Mittelohrdruckmessung (Tympanometrie)

Was ist eine Mittelohrdruckmessung?

Die Mittelohrdruckmessung (Tympanometrie) ist ein Messverfahren zum Test der Trommelfellbeweglichkeit mit Hilfe einer speziellen Sonde. Bei optimaler Beweglichkeit des Trommelfells findet die beste Schallweiterleitung nach vorheriger Reizung durch einen Schall statt. Die Tympanometrie ist eine sehr informative Methode zur Untersuchung der Funktionen des Mittelohrs. Hier kann der behandelnde Arzt den Grad der Mobilität des Trommelfells bestimmen. Dies geschieht durch Druckunterschiede im Gehörgang. Dieses diagnostische Verfahren wird erst durchgeführt, nachdem die Durchgängigkeit des äußeren Gehörgangs und die Unversehrtheit des Trommelfells des Patienten überprüft wurden.

In welchen Fällen wird eine Mittelohrdruckmessung eingesetzt?

Der Arzt verschreibt eine Mittelohrdruckmessung, um die folgenden Pathologien, Störungen und Krankheiten zu erkennen:

  • Pathologie des Trommelfells;
  • vergrößerte Adenoide (pathologisch vergrößerte Rachenmandel);
  • Erkrankungen des Mittelohrs;
  • Komplikationen nach einer Mittelohrentzündung;
  • Taubheit oder reduziertes Hörvermögen ohne ersichtlichen Grund (besonders bei Kindern);
  • Schwerhörigkeit in Folge einer Krankheit;
  • Hörverlust nach einem Kopftrauma.

Wie wird eine Mittelohrdruckmessung durchgeführt?

Vorbereitungen für die Durchführung dieser Untersuchung sind nicht erforderlich. Eine Tympanometrie dauert nicht länger als fünf bis zehn Minuten. Vor dem Test wird eine spezielle Gummisonde in den Gehörgang des Patienten eingeführt. Im Anschluss wird das Gerät eingeschaltet. Dies bewirkt eine Druckänderung und setzt so das Trommelfell in Bewegung. An die Gummisonde ist ein Mikrofon angeschlossen. Dieses Mikrofon misst den Druck. All diese Manipulationen verursachen keine Schmerzen oder andere unangenehme Empfindungen. Während der Untersuchung soll sich der Patient nach Möglichkeit nicht bewegen und auch nicht sprechen. Bewegungen können sich auf den Druck im Mittelohr auswirken, was wiederum die Ergebnisse der gesamten Untersuchung verfälscht. Das Verfahren ist völlig schmerzfrei, daher ist für eine Tympanometrie keine Betäubung erforderlich.

Welche Pathologien kann eine Tympanometrie aufzeigen?

  • Einschränkung der Leitfähigkeit der Gehörknochen
  • Ansammlung von Flüssigkeit im Mittelohr
  • Verletzungen und Schäden des Trommelfells, Zunahme seiner Dicke
  • Tumoren der Hörorgane

 

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