Mikrowellenbestrahlung

Was ist die Mikrowellenbestrahlung?

Die Mikrowellentherapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode im Zusammenhang mit der thermischen Physiotherapie. Sie wirkt sich auf Gewebe und Organe aus aufgrund des Magnetfelds und der ultrahohen Frequenzen. Mikrowellenbestrahlung ist eine Wärmetherapie und wird bei chronischen Gelenkschmerzen örtlich begrenzt eingesetzt. Die Wärme hat eine gefäßerweiternde Wirkung und ist deshalb auch bei Durchblutungsstörungen einsetzbar.

Die Mikrowellenbehandlung führt zur Aktivierung von Thermorezeptoren. Je intensiver das Gewebe Energie aufnimmt, desto höher ist der thermische Effekt. Im Durchschnitt steigt die Temperatur in der Einflusszone um zwei bis sechs Grad Celsius. Die durch die Mikrowellentherapie erzeugte Wärme ermöglicht es, tiefe Strukturen für die therapeutische Wirkung zu erzielen.

Welche Indikationen gibt es für die Anwendung der Mikrowellentherapie?

  • verschiedene entzündliche Prozesse (nicht im Stadium der Eiterung) – Blasenentzündung, Harnröhrenentzündung, chronische Entzündung der Prostata, Mastitis (Brustdrüsenentzündung)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (Luxationen)
  • pathologische Prozesse des peripheren Nervensystems, begleitet von Schmerz-Neuralgie
  • Verletzungen der inneren Organe – Krämpfe des Harnleiters, Nierenkoliken
  • Gelenkerkrankungen (Arthrose, Arthritis)
  • Anstieg des Blutdrucks
  • Rückenschmerzen im Zusammenhang mit Osteochondrose (degenerative Veränderung an der Wirbelsäule)
  • diffuse oder lokale Muskelschmerzen
  • Rehabilitation nach Operationen und Verletzungen des Bewegungsapparates
  • Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen) der Achselgegend, der Handflächen, der Füße

Wie wird die Mikrowellenbestrahlung durchgeführt?

Elektromagnetische Feldemitter werden je nach Belichtungsart unterteilt. Bei der Methode der Fernbelichtung befindet sich ein stationärer Strahler in einem Abstand von drei bis vier Zentimeter von der betroffenen entkleideten Stelle. Die Kontaktbestrahlung erfolgt durch direkte Beeinflussung eines Körperteils. In beiden Fällen sind unterschiedliche Strahlendosen möglich, die von den subjektiven Empfindungen des Patienten, seinem Alter und seinem Zustand abhängen.

Zur Behandlung der chronischen Gelenkschmerzen verwendet man einen zylindrischen Strahler mit einem Durchmesser von 11,5 Zentimeter, der direkt über dem betroffenen Gelenk auf der Haut platziert ist. Ein Eingriff dauert zwölf bis 15 Minuten. Der Behandlungsverlauf umfasst zehn bis zwölf Sitzungen.

Welche Wirkungen hat die Mikrowellenbestrahlung?

  • lokales Analgetikum (Schmerzintensität nimmt ab)
  • entzündungshemmende Wirkung
  • die Durchblutung des Gewebes verbessert sich
  • Stoffwechselvorgänge werden beschleunigt

Wann ist die Mikrowellentherapie kontraindiziert?

Die Mikrowellentherapie ist kontraindiziert:

  • bei akuten Durchblutungsstörungen des Gehirns;
  • bei gestörter Temperaturwahrnehmung;
  • wenn sich in der vorgeschlagenen Behandlungszone Metallgegenstände befinden, die größer als vier Quadratzentimeter sind (Prothesen);
  • Kinder unter fünf Jahren;
  • Schwangerschaft;
  • Stillzeit;
  • Krebserkrankungen;
  • akute Infektionskrankheiten;
  • Verschlimmerung chronischer Krankheiten;
  • Hautschäden im betroffenen Bereich;
  • individuelle Unverträglichkeit gegenüber Mikrowellenstrahlung;
  • akute Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems;
  • Epilepsie.

 

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