Mesotheliom (Rippenfellkrebs)

Was ist Mesotheliom?

Das Mesotheliom ist eine bösartige Formation, die aus Zellen besteht, die die Wände der Nebenhöhlen des Körpers auskleiden:

  • das Peritoneum, in dem sich die Organe des Magen-Darm-Trakts befinden;
  • Pleura umgibt die Lunge;
  • das Perikard, in dessen Hohlraum sich das Herz befindet;
  • im Inneren des Hodensacks befinden sich die Hoden.

Das von Mesothelzellen gebildete Gewebe wird Mesothel genannt. Mesotheliale Tumoren sind gutartig und bösartig, wobei bösartige Tumoren, die üblicherweise als Mesotheliome bezeichnet werden, normalerweise auftreten. Die meisten Patienten, die an einem Mesotheliom leiden, sind ältere Männern über 50.

Warum tritt Rippenfellkrebs auf?

Der Hauptgrund der Krankheit ist der direkte Kontakt des Patienten mit Asbest. Andere chemische Stoffe wie Silikate, Beryllium oder die Einwirkung ionisierender Strahlung können ebenfalls die Ursache sein.

Welche Symptome manifestieren sich bei einem Mesotheliom?

Der Tumor wächst langsam, sodass die Symptome nicht sofort auftreten. Manchmal vergehen vor den ersten klinischen Manifestationen drei bis fünf Jahre. Die wichtigsten symptomatischen Symptome des Mesothelioms sind:

  • Schweregefühl im Brustbereich, Kurzatmigkeit;
  • Schmerzen in der Brust in unterschiedlichem Ausmaß und Lokalisation;
  • trockener Husten;
  • signifikanter Gewichtsverlust;
  • erhöhte Körpertemperatur;
  • allgemeine Schwäche;
  • vermehrtes Schwitzen, hauptsächlich nachts;
  • in einigen Fällen können bei Patienten durch Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten.

Die Mesotheliom-Diagnose umfasst eine Reihe von Untersuchungen, die Art und Stadium der Tumorentwicklung genau bestimmen. Die häufigsten Diagnosemethoden sind:

  • Röntgenuntersuchung, die zeigt, ob sich Wand und Flüssigkeit im Hohlraum verdicken;
  • Computertomographie (CT), die bestimmt, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat;
  • Laparoskopie mit Biopsie: Gleichzeitig wird ein Gerät in einen speziellen Einschnitt eingeführt, mit dessen Hilfe der Arzt die erkrankte Kavität von innen untersucht und das Gewebe zur Analyse entnimmt.

Welche Stadien des Mesothelioms unterscheidet man?

Das Mesotheliom wird in vier Stadien eingeteilt:

I – die Ausbreitung des Tumors ist auf eine Seite der Pleura parietalis beschränkt, Metastasen in regionalen und fernen Lymphknoten fehlen;

II – die Keimung im Zwerchfellmuskel wird festgestellt;

III – es liegt eine Tumorinvasion der Weichteile der Brustwand, des Perikards, der Lymphknoten und des Fettgewebes des Mediastinums vor;

IV – ein Tumor befällt die Rippen, die Wirbelsäule, die gegenüberliegende Pleurahöhle, das Peritoneum, das Perikard, das Myokard, die Mediastinalorgane.

Was sind die Hauptbehandlungsmethoden des Mesothelioms?

Die Hauptbehandlungsmethoden sind: Chirurgie, Chemotherapie (Einsatz spezieller Krebsmedikamente) und Strahlentherapie. In der Regel wird während der Behandlung eine Kombination aller oben genannten Behandlungsmethoden angewendet. Der Erfolg der chirurgischen Behandlung ist nur bei einer eingeschränkten Form der Erkrankung im Frühstadium möglich.

Die Prognose der Erkrankung ist meist ungünstig. Die Lebenserwartung von Patienten mit Mesotheliom beträgt in der Regel nicht mehr als eineinhalb Jahre.

 

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