Hautkrebs: Merkelzellkarzinom

Was ist ein Merkelzellkarzinom?

Merkelzellkarzinom ist eine seltene Krankheit, die sich in der Regel als bläulich-roter Knoten manifestiert, häufig auf der Haut von Gesicht, Kopf oder Hals. Es ist ein neuroendokriner Hautkrebs, der seinen Namen von den Zellen hat, aus denen sich der Tumor bildet.

Merkelzellen sind Mechanorezeptoren, die die Haut berührungsempfindlich machen. Sie sind durch Nervenenden verbunden, die in die oberflächlichen Hautschichten gelangen und für taktile Sensibilität sorgen. Die meisten von ihnen befinden sich in hochempfindlichen Bereichen der Haut, zum Beispiel auf den Handflächen.

Merkelzellkarzinom entwickelt sich häufig bei älteren Menschen. Übermäßige Sonneneinstrahlung und ein schwaches Immunsystem können das Krankheitsrisiko erhöhen. Dieser Hautkrebs wächst schnell und breitet sich auf andere Körperteile aus. Die Behandlungsmöglichkeiten hängen normalerweise davon ab, ob sich der Tumor über die Haut hinaus erstreckt.

Welche Anzeichen hat diese Form von Hautkrebs?

Das erste Anzeichen ist ein schnell wachsender, schmerzloser Knoten. Es kann hautfarben, rot, blau oder lila sein. Die meisten dieser Karzinome treten auf der Haut des Gesichts, des Kopfes oder des Halses auf, aber sie können sich überall entwickeln, auch in Bereichen, die keinem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Da die Krankheit durch eine aggressive Entwicklung gekennzeichnet ist, ist das Hauptmerkmal des Merkelzellkarzinoms sein ziemlich schnelles Wachstum. Während des Diagnoseprozesses können Mediziner Metastasen in nahe gelegenen Lymphknoten und in fortgeschrittenen Fällen in entfernten Lymphknoten, Lungen, Leber, Gehirn und Knochen bestimmen.

Wie behandeln Onkologen ein Merkelzellkarzinom?

Dieser Hautkrebs erfordert eine kombinierte Behandlung, die die chirurgische Entfernung des Tumors und teilweise umgebender Gewebe, Strahlentherapie und Chemotherapie umfasst:

  • Bei der chirurgischen Behandlung im Frühstadium der Erkrankung wird die Formation mit einer Einkerbung von 2-3 cm vom Rand entfernt. Bei metastasierten Läsionen der Lymphknoten ist eine Lymphadenektomie (Entfernung von Lymphknoten) erforderlich. In Ermangelung klinischer und instrumenteller Daten zum Vorliegen einer metastasierten Läsion der regionalen Lymphknoten ist eine Biopsie angezeigt. Diese Methode ermöglicht den Nachweis von Mikrometastasen in regionalen Lymphknoten bei fast einem Drittel der Patienten mit lokalen Stadien.
  • Nach operativer Entfernung des Tumors verordnen Ärzte zusätzlich eine Strahlentherapie mit einer empfohlenen Dosis.
  • Wenn die Operation aus irgendeinem Grund unmöglich ist, verordnen sie direkt eine Strahlentherapie mit ionisierender Strahlung.
  • Eine Chemotherapie wird Patienten mit einem metastasierten und lokal fortgeschrittenen inoperablen Prozess verschrieben.

 

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