Krebserkrankung: Mediastinale Tumore

Was sind mediastinale Tumore?

Mediastinale Tumore sind eine seltene Gruppe von morphologisch heterogenen Neoplasien, die im mediastinalen Raum der Brusthöhle lokalisiert sind.

Das Mediastinum ist der mittlere Teil der Brusthöhle, begrenzt durch die Lunge rechts und links, die Wirbelsäule hinten, das Brustbein vorne, das Zwerchfell von unten und die Oberkante der Brust von oben. Im Mediastinum befinden sich die Luftröhre, die Thymusdrüse, zwei Hauptbronchien, das Herz, die Aorta, die Speiseröhre, die Hohlvene, der Lymphgang, der Vagus und die Phrenicusnerven. Zwischen diesen Organen befinden sich Bindegewebe und Fettgewebe mit Nerven und Blutgefäßen.

Mediastinale Tumore entwickeln sich aus den Geweben der im Mediastinum befindlichen Organe, aus Geweben, die sich zwischen diesen Organen befinden sowie aus Geweben, die hier als Folge einer Verletzung der fetalen Entwicklung auftreten können.

Wie manifestieren sich mediastiale Tumore?

Das klinische Bild von mediastinalen Tumoren besteht aus zwei Perioden – asymptomatisch und einer Periode schwerer Symptome. Die Krankheit ist gekennzeichnet durch die Entwicklung von Symptomen wie Müdigkeit, Schwäche, Herzrhythmusstörung, fortschreitendem Gewichtsverlust und Knochenschmerzen. Solche Symptome treten jedoch häufiger bei der Entwicklung von malignen Tumoren des Mediastinums auf.

Die häufigsten Symptome sind:

  • schweres Schmerzsyndrom, charakteristisch für Nervenschäden;
  • Husten – Begleiter des Syndroms der Kompression von Organen (Luftröhre, Bronchien, Lunge);
  • Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen, Zyanose (bläuliche Verfärbung) der Lippen, Schwellung von Gesicht und Hals, erweiterte Venen – Symptome, die auftreten, wenn die obere Hohlvene komprimiert wird;
  • Fieber, Muskelschwäche.

Welche Arten von mediastinalen Tumoren unterscheidet man?

Mediastinale Tumore werden in bösartige und gutartige unterteilt. Maligne Neubildungen werden wie folgt klassifiziert:

  • bösartige Tumoren aus dem Gewebe der Mediastinalorgane;
  • Tumoren, die sich aus Nervengewebe entwickeln;
  • Tumor des Mediastinums aus dem Bindegewebe;
  • Tumoren, die sich aus Zellen entwickeln, die auftreten, wenn die intrauterine Entwicklung beeinträchtigt ist;
  • Neubildungen, die sich aus Stammzellen entwickeln.

Wie diagnostiziert man mediastinale Tumore?

Bei Verdacht auf mediastinale Tumore kann der Diagnosealgorithmus instrumentelle Untersuchungsmethoden wie Ultraschalluntersuchung, Röntgenuntersuchung des Ösophagus sowie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) umfassen.

Welche Behandlung soll durchgeführt werden?

Bei bösartigen mediastinalen Tumoren kann die chirurgische Methode mit einer Strahlentherapie und einer Chemotherapie kombiniert werden, die die Wirksamkeit der Therapie erhöht.

Indikationen für eine chirurgische Behandlung sind mediastinale Tumore und Zysten mit Ausnahme von Lymphomen (maligne Tumorerkrankung des Lymphsystems).

Gegenanzeigen für die chirurgische Behandlung:

  • ausgeprägtes Syndrom der Kompression der oberen Hohlvene;
  • Verallgemeinerung des malignen Prozesses;
  • Ausbreitung in der Speiseröhre, Luftröhre und in den Hauptbronchien mit der Unmöglichkeit ihrer Resektion;
  • begleitendes Organversagen.

 

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