Lymphom: Mantelzell-Lymphom (MCL)

Was ist ein Mantelzell-Lymphom?

Das Mantelzell-Lymphom (MCL) ist ein bösartiger Tumor der B-Lymphozyten, Zellen des Immunsystems. Es bezieht sich auf die Non-Hodgkin-Lymphome, bei denen ein bösartiger Tumor nicht nur in den Lymphknoten, sondern auch in den Mandeln, der Milz und anderen Organen unseres Immunsystems auftritt.

Das Mantelzell-Lymphom kann einzelne Lymphknoten, Milz, Organe (Knochenmark, Gehirnmembranen, Magen-Darm-Trakt) betreffen oder generalisiert sein und sich mit dem Blut im ganzen Körper ausbreiten. Diese Art von Krebs ist sehr aggressiv und tritt am häufigsten bei Männern über 60 Jahren auf.

Warum entsteht das Mantelzell-Lymphom?

Als Hauptgrund für die Entstehung des Mantelzell-Lymphoms werden Genmutationen angesehen, die zu einer erhöhten Expression (Aktivität) des Kernproteins führen, das an der Regulation der Zellteilung beteiligt ist. Eine verstärkte Synthese dieses Proteins führt zu einer Beschleunigung der Zellteilung und trägt zur Entwicklung des Tumors bei.

Welche Symptome manifestieren sich?

In den Anfangsstadien kann das Mantelzell-Lymphom asymptomatisch sein oder es können allgemeine Symptome auftreten:

  • unerklärliches Fieber am Abend oder in der Nacht;
  • Gewichtsverlust ohne ersichtlichen Grund;
  • Schwäche und Müdigkeit;
  • intensiver Nachtschweiß;
  • juckende Haut.

Befindet sich der Tumor in der Milz, werden dessen Anstieg und damit die Schwere des linken Hypochondriums beobachtet.

Ein Tumor, der sich in der Magen- oder Darmschleimhaut entwickelt, kann im Anfangsstadium wie ein Polyp aussehen und asymptomatisch sein. Während der Tumor fortschreitet, treten Symptome von Bauchschmerzen und sogar Darmobstruktion (Übelkeit, Erbrechen, Stuhlretention, Blähungen und verkrampfte Bauchschmerzen) auf. Wenn ein Tumor im Zentralnervensystem lokalisiert ist, entstehen Seh- und Hörstörungen, Kopfschmerzen, Paresen (unvollständige Lähmungen) und Lähmungen.

Zur Diagnose eines Lymphoms aus den Zellen der Mantelzone ist eine Biopsie des betroffenen Lymphknotens erforderlich.

Welche Stadien des Mantelzell-Lymphoms unterscheidet man?

Es gibt vier Stadien des Mantelzell-Lymphoms:

  • erstes Stadium – Tumorläsion einer Gruppe von Lymphknoten;
  • zweites Stadium – Beteiligung am Tumorprozess von zwei Gruppen von Lymphknoten auf einer Seite des Zwerchfells;
  • drittes Stadium – Tumorbeschädigung der Lymphknoten auf beiden Seiten des Zwerchfells;
  • viertes Stadium – multifokale Läsion eines oder mehrerer Organe mit oder ohne Beteiligung der Lymphknoten.

Wie behandelt man ein Mantelzell-Lymphom?

Die Behandlung eines Mantelzell-Lymphoms wird in Abhängigkeit vom Stadium des Lymphoms, seiner morphologischen Struktur, dem Alter und dem Allgemeinzustand des Patienten jeweils individuell ausgewählt.

Bei Patienten im Stadium eins bis zwei des Tumors wendet man hauptsächlich eine Kombination aus Chemotherapie und Strahlentherapie an, wodurch in 95 Prozent der Fälle eine Remission erreicht werden kann.

Patienten im Stadium drei bis vier bis 65 Jahre ohne Kontraindikationen erhalten sechs bis acht Intensiv-Chemotherapie-Behandlungen. Patienten mit Stadium drei bis vier über 65 Jahren erhalten sechs bis acht Chemotherapie-Behandlungen, gefolgt von einer unterstützenden Therapie mit zielgerichteten Medikamenten.

 

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