Magenband (bei Übergewicht)

Was ist ein Magenband?

Das Magenband wird meistens bei übergewichtigen Patienten eingesetzt. In einer Operation legt der Arzt ein Silikonband um den oberen Teil des Magens. Der Zweck dieser Operation besteht darin, die Menge der verzehrten Lebensmittel und dementsprechend die Anzahl der verbrauchten Kalorien stark zu reduzieren. Der spezielle Ring am oberen Teil des Magens wird daher unmittelbar unterhalb der Speiseröhre angebracht.

Wie wird das Magenband befestigt?

Die Operation ist recht einfach: Ärzte platzieren den Ring am oberen Teil des Magens, wo sich die meisten Rezeptoren befinden, die die Sättigung signalisieren. Der Silikonring hat einen bestimmten Mechanismus. Der Durchmesser der Öffnung lässt sich durch ein eingepflanztes Flüssigkeitsreservoir verändern.

Die Bandage wird durch mehrere Einstiche in das Peritoneum (Bauchfell) eingebracht. Durch kleine Öffnungen führt der Arzt endochirurgische Instrumente und eine Miniaturkammer ein. Die Anpassung des Magenbandes erfolgt nach zwei Monaten.

Was ist nach einer Magenband-OP zu beachten?

Die ersten zwei bis drei Wochen nach der Operation darf der Patient nur flüssige und halbflüssige Nahrung zu sich nehmen. Die Menge an Nahrung, die zuerst durch das Magenband „gelassen wird“, beträgt nur 20 ml. Infolgedessen erhält die Person ein schnelles Sättigungsgefühl und beendet das Essen, was zu einem schnellen Gewichtsverlust beiträgt.

Feste Nahrung darf erst fünf Wochen nach der Operation aufgenommen werden. Die Mahlzeitenaufnahme ist in kleinen Portionen, mindestens fünf Mal am Tag erlaubt. Natürlich sollten Patienten auch ihren Lebensstil insgesamt ändern, möchten sie Übergewicht loswerden. So ist es essentiell, moderate körperliche Aktivität in die bisherige Lebensweise einzubeziehen.

In welchen Fällen ist es nicht möglich, das Silikonband zu platzieren?

Das Magenband hat die folgenden Gegenanzeigen:

  • Alter bis 17 Jahre;
  • Infektionskrankheiten;
  • Leberzirrhose;
  • Hypertonie (Bluthochdruck);
  • schwerer Verlauf systemischer Pathologien;
  • onkologische Erkrankungen (Krebs);
  • Geschwüre des Verdauungstraktes;
  • Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen);
  • Schwangerschaft;
  • Alkoholismus und Drogenabhängigkeit.

 

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