Magenballon (bei Übergewicht)

Was ist ein Magenballon?

Der Magenballon ist ein Kunststoffballon, der mittels einer Magenspiegelung in den Magen eingeführt und dort mit einer Kochsalzlösung gefüllt wird. Der Ballon, der frei im Magen schwimmt, bewirkt bei Nahrungsaufnahme ein vorzeitiges Sättigungsgefühl. Der Ballon drückt auf die Wände des Magens und aktiviert Rezeptoren, die eine Sättigung bewirken. Dieses Hilfsmittel ist für übergewichtige Personen entwickelt, um einen Gewichtsverlust zu erleichtern.

In welchen Fällen ist die Verwendung eines Magenballons möglich?

Die Einführung des Ballons ist für erwachsene Patienten mit einem Übergewicht von 15 bis 25 kg angezeigt. Patienten mit endokrinen Störungen (Schilddrüsenerkrankungen z. B.) oder geistigen Behinderungen sind ausgeschlossen, da hier zusätzlich andere Faktoren hineinspielen. Es ist auch unmöglich, einen Ballon bei Patienten einzuführen, die sich einer Magenoperation unterzogen haben, bei Patienten mit einem Bruch des Zwerchfells und bei schweren Gerinnungsstörungen.

Wie wird der Magenballon angelegt?

Der Patient ist unter Vollnarkose. Der Arzt führt einen leeren Ballon durch den Mund ein. Ist er im Magen angelangt, füllt er ihn. Durch das Befüllen wird der Ballon zu einem freien Gegenstand im Lumen des Magens.

Der Magenballon verbleibt über sechs Monate lang im Magen und anschließend entfernt. Während der ersten zwei bis drei Tage sind Übelkeit, Erbrechen und andere Beschwerden typisch, da der Magen versucht, ihn loszuwerden. Nach einigen Tagen empfinden die Patienten in der Regel keine unerwünschten Wirkungen mehr. Der Ballon selbst verursacht keine Gewichtsabnahme. Vielmehr ist es erforderlich, einen Ernährungsmediziner zu konsultieren, um mit ihm gemeinsam eine Ernährungsumstellung zu vollziehen. Der Ballon hilft dabei, den Prozess zu begleiten.

Der Ballon wird sechs Monate nach der Installation entfernt (es sei denn, es treten bereits früher Beschwerden auf). Der Arzt führt ein Endoskop durch den Mund des Patienten ein, untersucht den Magen, punktiert den Ballon vorsichtig und pumpt Flüssigkeit aus ihm heraus. Der entleerte Silikonball wird in einer speziellen Operationsschlaufe aufgefangen und aus dem Körper entfernt. Nach zwei bis drei Stunden kann der Patient in der Regel nach Hause zurückkehren.

Welche Gegenanzeigen gibt es?

In den folgenden Fällen ist ein Magenballon nicht empfehlenswert, z. B.:

  • Erkrankungen des Magens und des Darms (Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür);
  • Tumore des Magens (Magenkrebs);
  • Krampfadern des Magens oder der Speiseröhre (Ösophagusvarizen);
  • Stenose (Verengung) und andere Anomalien des Magen-Darm-Trakts;
  • Drogenkonsum, Alkoholismus und andere psychische Störungen;
  • Schwangerschaft, Stillzeit.

 

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