Lymphographie

Was ist eine Lymphographie?

Die Lymphographie (auch Lymphaniogramm) ist ein strahlendiagnostisches Verfahren zur Darstellung von Lymphgefäßen und Lymphknoten. Es handelt sich um eine spezielle Röntgenaufnahme der Lymphknoten und Gefäße. Lymphknoten produzieren weiße Blutkörperchen (Lymphozyten), die bei der Bekämpfung von Infektionen helfen. Sie filtern und fangen auch Krebszellen ein.

Lymphknoten und Gefäße sind auf einem normalen Röntgenbild nicht zu sehen, daher wird ein Farbstoff oder ein Radioisotop (radioaktive Verbindung) in den Körper injiziert, um den zu untersuchenden Bereich hervorzuheben.

Wie führen Ärzte eine Lymphographie durch?

Möglicherweise bietet der Arzt Ihnen vor dem Test ein Beruhigungsmittel an, damit Sie sich entspannen können. Sie sitzen auf einem speziellen Stuhl oder auf einem Röntgentisch. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin reinigt Ihre Füße und injiziert dann eine kleine Menge Kontrastmittel oder blauen Farbstoff in den Bereich zwischen Ihren Zehen (die so genannte Membran).

Nach 15 Minuten erscheinen dünne blaue Linien auf der Oberseite Ihres Fußes. Diese Linien kennzeichnen die Lymphbahnen. Der Arzt betäubt den Bereich, führt einen kleinen chirurgischen Schnitt in der Nähe einer der größeren blauen Linien durch und führt einen dünnen, flexiblen Schlauch in einen Lymphkanal ein. Dies geschieht in jedem Fuß. Der Farbstoff (Kontrast) fließt sehr langsam durch die Röhre, über einen Zeitraum von 60-90 Minuten.

Alternative Methoden zum Lymphaniogramm

Es kommen auch eine andere Methoden zum Einsatz. Anstatt den blauen Farbstoff zwischen die Zehen zu injizieren, kann der Behandler die Haut über der Leiste betäuben und dann eine dünne Nadel unter Ultraschallführung in einen Lymphknoten in der Leiste einführen. Der Farbstoff wird mit einer Art Pumpe, einem so genannten Gebläse, durch die Nadel in den Lymphknoten injiziert.

Eine Art Röntgengerät, Fluoroskop genannt, projiziert die Bilder auf einen Fernsehmonitor. Der Behandler verwendet die Bilder, um das Kontrastmittel zu verfolgen, während es sich durch das Lymphsystem in den Beinen, durch die Leiste und entlang der Rückseite der Bauchhöhle ausbreitet.

Sobald der Farbstoff vollständig injiziert ist, wird der Katheter entfernt und der chirurgische Schnitt mit Stichen verschlossen. Das Gebiet ist mit Verbänden bedeckt. Es werden Röntgenaufnahmen der Beine, des Beckens, des Unterleibs und des Brustbereichs gemacht. Am nächsten Tag können weitere Röntgenaufnahmen gemacht werden.

Führen Ärzte die Untersuchung durch, um festzustellen, ob sich ein Melanom oder Brustkrebs ausgebreitet hat, wird der blaue Farbstoff mit einer radioaktiven Verbindung gemischt. Es werden Bilder aufgenommen, um zu sehen, wie sich die Substanz auf andere Lymphknoten ausbreitet. Dies kann dem Mediziner helfen, bei einer Biopsie besser zu verstehen, wo sich der Krebs ausgebreitet hat.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Innere Medizin und Angiologie
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Krebserkrankungen (Onkologie)