Lungentransplantation

Was ist eine Lungentransplantation?

Die Lungentransplantation ist eine chirurgische Operation, die darin besteht, eine betroffene Lunge bei einer Person vollständig oder teilweise durch die gesunde Lunge einer anderen Person zu ersetzen.

Die Lungentransplantation ist derzeit die einzige radikale Behandlung für einige chronische Lungenerkrankungen. Trotz der Komplexität der Operation und der Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anwendung von Immunsuppressiva nach dieser Operation kann diese Operation die Lebensdauer erheblich verlängern und die Lebensqualität von Patienten mit terminaler Lungenschädigung verbessern.

Was sind klinische Indikationen für eine Lungentransplantation?

Eine Lungentransplantation führt man bei Patienten mit fortschreitenden obstruktiven, fibrosierenden oder vaskulären Erkrankungen durch. Dazu zählt man:

  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD);
  • Lungenemphysem (pathologische Veränderung der Wände der Alveolen);
  • Idiopathische Lungenfibrose (die Wände der Alveolen sind mit grobem Narbengewebe bewachsen und verdickt);
  • Mukoviszidose (eine Erbkrankheit, bei der der Patient eine beeinträchtigte Funktion der endokrinen Drüsen und der Atemwege hat);
  • primäre pulmonale Hypertonie (erhöhter Druck im Lungenkreislauf);
  • Sarkoidose (nicht infektiöse systemische entzündliche Lungenerkrankung);
  • Bronchiektasie (Expansion und Zerstörung der Bronchien).

In welchen Fällen ist eine Transplantation der Lunge kontraindiziert?

Eine Lungenerkrankung sollte keine spezifische Infektions- oder Tumorätiologie aufweisen, da nach der Ernennung von Immunsuppressiva das Risiko einer Verallgemeinerung des Prozesses steigt.

Absolute Kontraindikationen:

  • bösartige Tumoren (aktive Krankheit oder in den letzten fünf Jahren übertragen);
  • extrapulmonale Infektionskrankheiten, hauptsächlich HIV / AIDS, Hepatitis B und C;
  • begleitende schwere akute oder chronische Erkrankungen anderer Organe und Systeme des Körpers (Herzinsuffizienz, Leberversagen usw.).

Wie erfolgt die Rehabilitationszeit?

In den ersten Tagen der postoperativen Phase muss der Patient, der sich einer Lungentransplantation unterzogen hat, auf der Intensivstation liegen und eine umfassende Überwachung der lebenswichtigen Systeme gewährleistet sein: Herzfrequenz, Blutdruck, Atemfrequenz, periphere Körpertemperatur, zentraler Venendruck sowie Druck in Lungenarterie.

Nach einer Lungentransplantation ist eine lebenslange Beobachtung aller Patienten erforderlich in Verbindung mit:

  • das Risiko einer akuten oder chronischen Transplantatabstoßung;
  • die Notwendigkeit einer Dosierungsauswahl, Überwachung der Wirksamkeit und Sicherheit einer immunsuppressiven Therapie;
  • hohes Risiko für infektiöse Komplikationen und Neoplasien;
  • die Entwicklung von Begleiterkrankungen und Komplikationen, die eine Intervention oder Korrektur der Therapie erfordern.

 

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