Lungenhochdruck (Pulmonale Hypertonie)

Was ist pulmonale Hypertonie?

Lungenhochdruck oder pulmonale Hypertonie ist ein zunehmend hoher Druck der Lungenblutgefäße. Die Folge ist starke Atemnot. Eine allmählich fortschreitende Erkrankung ist gefährlich, da Komplikationen auftreten können, wie Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und infolgedessen der Tod des Patienten möglich ist.

Der Lungenblutdruck gilt als erhöht, wenn der durchschnittliche Druck in der Lungenarterie 25 mm Hg überschreitet. Bei pulmonaler arterieller Hypertonie kommt es zu einer Schädigung der kleinen Lungenarterien.

Wie manifestiert sich Lungenhochdruck?

Die pulmonale Hypertonie ist durch das Auftreten von Atemnot, Gewichtsverlust, erhöhter Müdigkeit bei körperlicher Anstrengung sowie Herzklopfen, Husten und Heiserkeit gekennzeichnet. Frühe Symptome der Pathologie (Krankheit) sind Schwindel und Ohnmacht, die auf eine Störung des Herzrhythmus‘ oder die Entwicklung einer akuten Gehirnhypoxie (Sauerstoffmangel im Gehirn) zurückzuführen sind.

Welche Arten von Lungenhochdruck gibt es?

Es gibt zwei Haupttypen von pulmonaler Hypertonie:

  • Primäre pulmonale Hypertonie ist eine seltene Krankheit mit unbekannter Ätiologie, in einigen Fällen erblich. Sowohl die angeborene als auch die erworbene primäre pulmonale Hypertonie sind durch eine Zunahme der Masse des rechten Ventrikels (Herzkammer) und durch Veränderungen der Lungenarterie gekennzeichnet.
  • Sekundäre pulmonale Hypertonie entwickelt sich mit anderen Krankheiten. Sie ist assoziiert mit Bindegewebserkrankungen (z. B. systemische Sklerodermie (Bindegewebserkrankungen der Lunge, des Herzens, des Magen-Darm-Trakts und der Nieren), systemischer Lupus erythematodes (Schmetterlingsflechte; eine chronische Autoimmunkrankheit, die verschiedene Organe des Körpers betreffen kann), Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße)), HIV-Infektionen, angeborenen Herzfehlern sowie erworbenen Herzfehlern bei anderen Krankheiten, die mit einer unzureichenden linksventrikulären Funktion einhergehen.

Wie behandeln Ärzte einen erhöhten Lungendruck?

Bei Verdacht auf pulmonale Hypertonie wird eine Echokardiographie (Herzultraschall) durchgeführt. Zudem sucht der Experte nach anderen Krankheiten, die einen Lungenhochdruck verursachen. In diesem Fall hilft die Behandlung der Grunderkrankung, den Lungendruck zu senken, den Zustand des Patienten zu verbessern oder zumindest eine Verschlimmerung zu vermeiden.

Um die Symptome einer Hypoxie (Sauerstoffmangel) zu beseitigen, können dem Patienten Sauerstoffinhalationen verschrieben werden. In schweren Fällen kann eine Herz- und Lungentransplantation erforderlich sein.

 

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