Lungenemphysem

Was ist ein Lungenemphysem?

Das Lungenemphysem ist ein pathologischer Prozess in der Lunge. Er ist durch einen erhöhten Luftgehalt im Lungengewebe gekennzeichnet (Überblähung der Lunge). Die Entwicklung eines Emphysems ist mit irreversiblen Veränderungen der Bronchien- und Lungenwand unter dem Einfluss einer anhaltenden Entzündung und einer anhaltenden Verengung der Atemwege verbunden.

Primäres und sekundäres Lungenemphysem

Man unterscheidet zwischen primärem Lungenemphysem – einer eigenständigen Form, die sich ohne vorherige bronchopulmonale Pathologie entwickelt. Und einem sekundären Emphysem, das vor dem Hintergrund anderer Atemwegserkrankungen (wie z. B. Asthma, Bronchitis) auftritt. Die Inzidenz (Erkrankungsrate) der Pathologie ist bei Patienten über 60 Jahren signifikant erhöht.

Was sind Ursachen des Lungenemphysems?

Die chronische Bronchitis führt am häufigsten zum Lungenemphysem. Chronische Bronchitis tritt normalerweise im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf und ist bei Männern häufiger als bei Frauen.

Bei der Entwicklung eines Emphysems spielen

  • erbliche Faktoren,
  • Rauchen,
  • einige Arbeitsbedingungen, die beispielsweise mit dem ständigen Einatmen von Kohlenstaub oder Partikeln aus Asbest und Silizium verbunden sind, sowie
  • frühere Lungenerkrankungen (Tuberkulose )

eine wichtige Rolle.

Welche Symptome manifestieren sich bei dieser Lungenerkrankung?

Die wichtigsten Kennzeichen eines Lungenemphysems sind:

  • das Auftreten von Atemnot, Atembeschwerden, Kurzatmigkeit (zunächst nur bei körperlicher Anstrengung, Symptome treten jedoch im Verlauf des Prozesses auch in Ruhe auf und bleiben dauerhaft bestehen);
  • trockener Husten oder mit schleimigem Ausfluss,
  • die Haut färbt sich blau,
  • das Körpergewicht nimmt ab,
  • die Halsvenen schwellen an.

Wie können Ärzte die Überblähung der Lunge behandeln?

Die Maßnahmen umfassen folgende Methoden:

  • Sauerstoff-Therapie (Einatmen von Luft mit hohem Sauerstoffgehalt, möglicherweise zu Hause);
  • spezielle Atemübungen;
  • Raucher-Entwöhnung ist die Hauptmethode zur Vorbeugung und Behandlung von Emphysem.

Bei Infektionsprozessen und zu deren Vorbeugung sollten Antibiotika eingesetzt werden. Man verwendet auch Medikamente, die die Menge an Auswurf verringern. Bei bullösem Emphysem (Zerstörung der kleinen Lungenbläschen) wird eine chirurgische Behandlung empfohlen. Das Ziel der Behandlung ist die Entfernung von Bullen (Blase, die mit Luft gefüllt ist). Solche Operationen können sowohl mit Hilfe des klassischen Zugangs mit einer Öffnung der Brust als auch endoskopisch (mit Hilfe von Spezialwerkzeugen durch Einstiche in die Brust) durchgeführt werden. Die rechtzeitige Entfernung der Bullen verhindert die Entstehung schwerwiegender Komplikationen, wie Pneumothorax (Luft in der Pleurahöhle).

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Brustkorb-Chirurgie (Thoraxchirurgie)
Innere Medizin und Pneumologie
Lungenkrebs (Lungenkarzinom)