Listeriose

Was ist eine Listeriose?

Listeriose ist eine Infektionskrankheit, die das Bakterium Listeria monocytogenes verursacht. Es ist überall weit verbreitet, insbesondere in städtischen Gebieten, wo es vor allem durch kontaminierte Lebensmittel ansteckend ist.

Wie bekommt man Listeriose?

Tatsächlich ist die Infektionsquelle in den meisten Fällen nicht bekannt, aber Epidemien durch nicht erhitze Lebensmittel (Rohkohlsalat, Milch, Rohmilch-Käse) sind möglich. Im Gegensatz zu den meisten lebensmittelbedingten Infektionen tritt die Listeriose bei Patienten mit Lymphomen, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Alkoholismus häufig vor allem in systemischer Form auf.

Wie äußert sich die Infektionskrankheit mit Listeria monocytogenes?

Sie ist sehr schwerwiegend, wenn die Patienten während der Schwangerschaft erkrankt. Die Infektion überträgt sich transplazentar auf den Fötus; es kommt meist zu einer Frühgeburt eines Fötus mit tödlicher Listeriose.

Die Infektion kann auch während der Geburt auftreten. In diesem Fall manifestiert sie sich als Meningitis (Hirnhautentzündung), zwei bis drei Wochen nach der Geburt.

Auch beim Erwachsenen ist die Meningitis die vorherrschende klinische Form.

Wie diagnostizieren und behandeln Mediziner die Infektionskrankheit?

Die Diagnose wird kultiviert, anhand von Blutproben, Liquor oder Fruchtwasser gestellt. Der Nachweis von Antikörpern ist möglich, aber nicht entscheidend, da eine Exposition gegenüber dem Mikroorganismus häufig vorkommen kann und der Infektion nicht immer eine starke Antikörperbewegung folgt. Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika (zum Beispiel Penicillin).

Zur Prävention empfehlen Experten, sollten Schwangere auf den Verzehr von Rohmilchprodukten, Rohfleisch-/wurstprodukten und rohem Fisch verzichten.

 

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