Lipomatose

Was ist eine Lipomatose?

Die Lipomatose ist ein Zustand, der durch abnormale lokalisierte oder diffuse Fettansammlungen im Gewebe gekennzeichnet ist. Die Lipomatose manifestiert sich oft im Zusammenhang mit hormonellen oder neurologischen Ungleichgewichten.

Welche Arten der Lipomatose gibt es?

Die Krabbe-Lipomatose ist eine erblich bedingte Erkrankung, die durch das Vorhandensein zahlreicher subkutaner Fettknötchen gekennzeichnet ist. Ihr Volumen übersteigt nicht das einer Walnuss. Sie befinden sich auf Höhe von Rumpf, Armen und Oberschenkeln. Die Fettknötchen sind oft mit Schmerzen und veränderter Sensibilität verbunden.

Die symmetrische multiple Lipomatose, hauptsächlich bei Männern, ist durch die Bildung von Lipomen gekennzeichnet, die in verschiedenen Körperregionen nicht kapselisiert sind.

Typisierung nach Schweregrad

Beim Typ I sind Lipome hauptsächlich am Hals und im Schulter-/Nackenbereich lokalisiert. Die Ausdehnung auf der Ebene des Mediastinums (Mittelfellraum, Brusthöhle) kann zu einer Verengung oder Verlegung der Luftröhre und der Hohlvenen führen.

Beim Typ II sind die Lipome im ganzen Körper verteilt, um eine einfache Adipositas zu simulieren, ohne besondere Beteiligung der mediastinalen Strukturen. Die Pathologie ist hauptsächlich erblich (autosomal-dominant), erscheint aber auch in sporadischen Fällen häufig, z. B. im Zusammenhang mit chronischem Alkoholismus. Es liegt eine schwere Neuropathie vor, mit möglichen Ulzera des Fußes aufgrund einer Verminderung der peripheren Sensibilität.

Wie kommt es zu einer Lipomatose und was sind mögliche Komplikationen?

Die Ursache der Lipomatose im Zusammenhang mit chronischem Alkoholismus ist unbekannt. Daher gibt es auch keine spezifische Behandlung außer der chirurgischen Entfernung von Lipomen, die eine Kompression verursachen.

Andere Lipomatosen können auf der mediastinal-abdominalen Ebene (mit Dyspnoe (Atemnot) und Diabetes mellitus), im Beckenbereich (mit Blasenfunktionsstörung und möglicher Hydronephrose (Erweiterung des Nierenbeckens) und epidural (mit Rückenmarkkompression, oft als Teil eines Cushing-Syndroms) lokalisiert sein.

 

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