Leukozyten

Was sind Leukozyten?

Leukozyten (oder weiße Blutkörperchen) sind kernhaltige Zellen, die normal mit dem Blut zirkulieren und die, frisch betrachtet, keine eigene Farbe haben. Deshalb unterscheiden sie sich außer durch das Vorhandensein des Kerns auch von den roten Blutkörperchen. Daher bezeichnet man Leukozyten auch als weiße Blutkörperchen.

Wie unterscheiden sich Leukozyten?

Man unterscheidet weiße Blutkörperchen in Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten, die im Blut proportional, normalerweise stabil, vorkommen. Leukozyten sind für die körpereigene Abwehr von großer Bedeutung. Granulozyten und Monozyten-Makrophagen haben die Fähigkeit, abgestorbene Zellen, Keime, Fremdstoffe aufzunehmen, zu verdauen und damit zu zerstören. Deshalb heißen sie auch Fresszellen. Lymphozyten beteiligen sich stattdessen an spezifischen Abwehrmechanismen gegen körpereigene Fremdstoffe.

Weitere Eigenschaften der weißen Blutkörperchen

Von Knochenmark und lymphatischem Gewebe produziert, liegen die weißen Blutkörperchen normalerweise bei 5.000 bis 8.000 pro ml Blut. In einigen Situationen kann ihre Anzahl sowohl zunehmen (Leukozytose) als auch abnehmen (Leukopenie).

Neben dem Blut befinden sich Leukozyten in der Lymphe, da sie sich durch das Gewebe und damit durch die Wand der Blutkapillaren bewegen können (Diapedese). In gleicher Weise wandern auch die Zellen des monozytär-makrophagischen Systems in die Gewebe ein, um – durch Phagozytose – die Abwehrfunktion des Organismus zu erfüllen.

 

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