Leukopenie

Was ist Leukopenie?

Unter einer Leukopenie (oder Neutropenie) versteht man eine Abnahme der Blutleukozyten unter das Minimum der normalen physiologischen Werte (5.000 bis 8.000 pro Milliliter). Es gibt globale Leukopenien und partielle Leukopenien. Darüber hinaus gibt es noch weitere spezielle Formen der Leukoponie.

Welche Formen der Leukopenie gibt es?

  • neutrophile (Neutropenie),
  • lymphozytäre (Lymphopenie),
  • eosinophile (Eosinopenie) usw.

Am weitesten verbreitet sind die neutrophilen Formen, die im Extremfall zum fast vollständigen Verschwinden der neutrophilen Granulozyten führen (Agranulozytose).

Was sind die Ursachen für das Entstehen einer Neutropenie?

Die Ursachen der Neutropenie sind vielfältig. Zu den häufigsten darunter zählt man:

  • Medikamente: Indomethacin, Carbamazepin, Chloramphenicol, Penicilline, Cephalosporien, Sulfonamide, Phenothiazine, Captopril, Methyldopa, Chlorpropamid, Thiazide, Allopurinol, Ethanol, industrielle Lösungsmittel (Benzol, Toluol), Chemotherapien und Immunsuppressiva, einschließlich Strahlentherapie;
  • Infektionen: viral (oft mit relativer Lymphozytose), manchmal bakteriell und protozoal;
  • ernährungsbedingt: Vitamin B12-Mangel und Folate;
  • hämatologisch: Leukämien, Myelodysplasie (eine Gruppe von Erkrankungen des Knochenmarks), aplastische Anämie, Knochenmarkinfiltration;
  • Hypersplenismus (Komplikation der Splenomegalie, Überaktivität der Milz);
  • Autoimmunerkrankungen: Im Verlauf des systemischen Lupus erythematodes (eine chronische entzündliche Autoimmunerkrankung des Bindegewebes). Spezifische Ursachen der Lymphopenie finden sich bei Immundefektsyndromen und in Fällen von Knochenmarkinvasionen.

 

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