Harnblase: künstlicher Blasenschließmuskel

Was ist ein künstlicher Blasenschließmuskel?

Zur Behandlung von Inkontinenz (die Unfähigkeit, den Urinabgang zu kontrollieren) werden verschiedene Methoden angewendet, unter anderem die Implantation eines künstlichen Schließmuskels. Ein künstlicher Blasenschließmuskel ist notwendig, wenn der eigentliche Muskel nicht mehr funktioniert. Dies ist auch bei Operationen infolge von Krebserkrankungen notwendig.

Warum braucht man einen künstlichen Blasenschließmuskel?

Das Problem des unkontrollierten Wasserlassens tritt häufig bei Männern mittleren Alters und älteren Menschen auf. Diese Pathologie führt zu einer Verletzung der Prostata. Solche Störungen sind dadurch gekennzeichnet, dass die Schließmuskeln schlecht funktionieren.

Die Ursache für diese Anomalie kann eine Urogenitaloperation, ein Trauma oder eine chronische Krankheit sein. Patienten haben nach einem Schlaganfall häufig einen unkontrollierten Urinausstoß. Ein völliger Mangel an Harndrang kann auf schwerwiegende neurologische Erkrankungen hindeuten.

Wie wird die  Implantation durchgeführt?

Vor der Operation ist eine vollständige Untersuchung des Patienten erforderlich. Das Hauptziel der Untersuchung ist es, die Funktion der Blasenmuskulatur zu bestimmen. Wenn eine Infektion festgestellt wird, wird die Operation verzögert, bis sie vollständig beseitigt ist.

Während der Operation führt der Arzt die folgenden Aktionen durch: Er wickelt den Schließmuskel in unmittelbarer Nähe des Blasenhalses um die Harnröhre. Das Reservoir befindet sich hinter dem geraden Bauchmuskel und die Pumpe am Hodensack. Dieses Implantat komprimiert die Harnröhre, bis der Patient den Drang zu spüren beginnt. Zum Urinieren drückt er die Pumpe und der Schließmuskel entspannt sich. Nach dem Entleeren komprimiert der Schließmuskel selbständig die Harnröhre. Nach der Implantation des Schließmuskels führen Ärzten Tests durch, bei korrekter Funktion wird die Wunde vernäht. Am ersten Tag nach der Operation bleibt ein Katheter. Eine solche Operation führt in 90 Prozent der Fälle zu einem positiven Ergebnis.

Künstlicher Blasenschließmuskel: Nachsorge und Komplikationen

Nach drei Monaten ist eine Untersuchung obligatorisch, um eine Infektion auszuschließen und mögliche Komplikationen festzustellen. Unter den postoperativen Komplikationen kann man die Infektion im Organ herausgreifen, bei der man das Implantat wieder entfernen muss.

 

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