Ernährung: künstliche Ernährung

Was ist künstliche Ernährung?

Künstliche Ernährung ist das Einbringen von Nährstoffen in den menschlichen Körper unter Verwendung von Sonden sowie parenteral (intravenös, subkutan). Eine künstliche Ernährung wird angewendet, wenn die Nahrungsaufnahme auf natürliche Weise nicht möglich ist (Bewusstlosigkeit, schwere Schluckbeschwerden mit Schlucklähmung, Verengung der Speiseröhre, Geisteskrankheit mit Nahrungsverweigerung usw.).

Welche Arten der künstlichen Ernährung gibt es?

Man unterscheidet die folgenden Arten der künstlichen Ernährung:

  • Die künstliche Ernährung über eine dünne Magensonde, die über die Nase und den Nasopharynx in den Magen eingeführt wird, erfolgt mit flüssigen Nahrungsmitteln, die keine großen Partikel enthalten (Milch, Rahm, rohe Eier, starke Brühe, Fruchtsäfte usw.). Indikationen für eine Magensonde: Unfähigkeit zu schlucken oder Ablehnung von Essen (bei Geisteskrankheit). Ein dünner Magenschlauch wird durch den unteren Nasengang und den Nasopharynx und dann entlang der hinteren Rachenwand in die Speiseröhre eingeführt. Bei dem Einführen der Sonde befindet sich der Patient in einer sitzenden Position, wobei sein Kopf leicht nach hinten geneigt ist. Nachdem die Sonde in die Speiseröhre gelangt ist, gießt man flüssige Nahrung hinein. Lebensmittel werden mehrmals täglich unter leichtem Druck langsam eingeführt. Bei Bedarf kann die Sonde drei bis vier Wochen im Magen belassen werden. Das äußere Ende der Sonde wird an der Wangen- oder Ohrmuschelhaut befestigt.
  • Ernährung durch die Operationsfistel des Magens oder Dünndarms: Indikationen für die Ernährung durch die Fistel des Magens: eine scharfe Verengung oder Verstopfung der Speiseröhre. Bei Vorhandensein einer Fistel wird die Sonde direkt in den Magen oder Dünndarm eingeführt.

Weitere Arten der künstlichen Ernährung

  • Rektale Ernährung: Die Einführung von Nährstoffen durch das Rektum mit Einlauf. Die rektale Ernährung regeneriert den Bedarf des Körpers an Flüssigkeit, Natriumchlorid und in geringerem Maße an Nährstoffen.
  • Parenterale Ernährung ist die Einführung von Nährstoffen intravenös oder subkutan. Bei der subkutanen und intravenösen Verabreichung der Nahrung sind zusätlich Wasser-Salz-Lösungen, Glukoselösungen, Vitamine und einige andere Medikamente notwendig. Die Einführung dieser Lösungen erfolgt nach Anweisung und unter Aufsicht eines Arztes.

 

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