Krebserkrankungen: Schmerztherapie

Was ist eine Schmerztherapie bei Krebserkrankungen?

Krebserkrankungen benötigen mitunter einer Schmerztherapie. Durch Krebs ausgelöste Schmerzen können z. B. durch Schmerztabletten behandelt werden. Schmerz tritt als Folge des Tumorwachstums auf oder ist eine Folge der Ausbreitung des Prozesses auf andere Organe. In anderen Fällen können Schmerzen aufgrund von Komplikationen bei der Antitumorbehandlung auftreten. Als Krebs bezeichnet man bösartige Gewebeneubildungen (Tumoren).

Stufen der Schmerztherapie

Es wurden drei Stufen der Schmerztherapie identifiziert, die eine erfolgreiche Schmerzbehandlung bei Krebspatienten ermöglichen. Je nach Stadium wählt der Arzt verschiedene Medikamente aus: bei leichten Schmerzen – nicht-opioide Schmerzmittel; bei Verstärkung der Schmerzen – leichte Opioide; bei starken Schmerzen – narkotische Schmerzmittel.

  • Erste Stufe: Die Behandlung von Schmerzen beginnt mit nichtnarkotischen Analgetika und nichtsteroidalen Antiphlogistika (Gruppen von Schmerzmitteln). Alle diese Substanzen wirken auf periphere Schmerzrezeptoren. Führt die Einnahme der Tabletten nicht zum gewünschten Ergebnis, setzt der Arzt Injektionen.
  • Zweite Stufe: Werden Medikamente im ersten Stadium unwirksam, kommen schwache Opiate zum Einsatz. Die analgetische (schmerzlindernde) Wirkung wird durch die Wirkung auf die Opiatrezeptoren des Zentralnervensystems und den Ersatz von Endorphinen erzielt, deren Produktion bei starken Schmerzen abnimmt. Es wird zusammen mit Arzneimitteln der ersten Stufe eingenommen.
  • Dritte Stufe: In der letzten Phase der Behandlung hat der Patient qualvolle, anhaltende Schmerzen. Phase-3-Medikamente sind starke Opioide (Morphium). Der Effekt tritt innerhalb weniger Minuten nach der Verabreichung ein. Der Patient muss jedoch das vom Arzt verordnete Schema genau befolgen. Die Behandlung beginnt mit der Einnahme von Medikamenten mit einer Mindestdosis. Schrittweise erhöht der Arzt die Dosis.

Weitere Methoden der Schmerztherapie bei Krebserkrankungen

  • elektrische Stimulation des Nervenstamms
  • Nervenblockade: Dazu injiziert der Arzt ein bestimmtes Medikament entweder in den Nervenstamm oder in das umliegende Gewebe. In der folge ist die Übertragung des Schmerzimpulses unterbrochen.
  • Radiofrequenzablation: Radiowellen erhitzen Nervenfasern , um ihre Funktion zu stören.
  • Die palliative Strahlentherapie reduziert die Größe des Tumors und verringert seine Wirkung auf die Nervenfasern.
  • Alternative Methoden, die häufig zusätzlich zur traditionellen Medizin angewendet werden: Meditation, Akupunktur, Chiropraktik, Hypnose.

 

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