Krankengymnastik

Was ist die Krankengymnastik?

Krankengymnastik ist die gezielte Anwendung von Bewegungsübungen mit dem Ziel, Schäden an den Bewegungsorganen zu beheben und Funktionseinschränkungen auszugleichen. Krankengymnastik zählt zu den physikalischen Therapien.

Krankengymnastik ist eine therapeutische und prophylaktische Methode, die dem Körper hilft, sich zu erholen und die Entwicklung vieler Krankheiten zu verhindern. Die Krankengymnastik wird in Verbindung mit anderen Therapiemethoden angewendet, um die maximal möglichen positiven Ergebnisse zu erzielen.

Generell hat die Krankengymnastik eine stärkende Wirkung auf den Körper und löst die Aufgaben entsprechend der Erkrankung und ihrem Stadium. Gruppenkurse werden mit Patienten abgehalten, die aufgrund der Art der Erkrankung und ihres Verlaufsstadiums in einer Gruppe zusammengefasst sind. Diese Kurse werden oft bevorzugt, weil sie in der Regel in Form eines Spiels stattfinden.

In welchen Bereichen wird die Krankengymnastik eingesetzt?

  • Traumatologie (Unfallchirurgie) (mit offenen und geschlossenen Frakturen, Weichteilverletzungen zur Beschleunigung der Heilung)
  • Orthopädie (Gelenkerkrankungen, Plattfüße)
  • Neurologie (Bandscheibenvorfall, depressive Zustände)
  • Kardiologie und Innere Medizin): zur Verbesserung der Ernährung des Herzmuskels und zur Verbesserung seiner kontraktilen (zusammenziehenden) Funktion
  • Lungenentzündung , Asthma bronchiale, Tuberkulose)
  • zur Vorbereitung auf Operationen in der Bauch- und Brusthöhle und zur Rehabilitation danach
  • bei Erkrankungen des Verdauungssystems (Gastritis, Verstopfung, Magengeschwür, Leber und Gallenwege), Stoffwechselstörungen und endokrinen Erkrankungen (Diabetes), bei der ambulanten Geburtshilfe und Gynäkologie (chronisch entzündliche Prozesse, abnorme Gebärmutter, Abstammung), Menstruationsstörungen, Wechseljahresbeschwerden

Aus welchen Teilen besteht eine Sitzung der Krankengymnastik?

Krankengymnastik ist eine Kombination von Übungen, die eine tonisierende Wirkung (Steigerung der Muskelspannung) auf den Körper haben. Die Dauer des Unterrichts variiert zwischen zehn Minuten und 45 Minuten. Ein Arzt sollte die Krankengymnastik verschreiben. Der therapeutische Gymnastikunterricht ist in drei Teile gegliedert:

  • Der einleitende Teil macht zehn bis 20 Prozent der Zeit aus: Übungen des einleitenden Teils bereiten den Körper auf die weitere Belastung vor und wirken tonisierend auf den Körper. In diesem Teil des Unterrichts werden Grundübungen für Körper, Arme, Beine, sitzende Spiele, Gehen und Atemübungen durchgeführt.
  • Der Hauptteil macht 60 bis 80 Prozent der Gesamtbeschäftigungszeit aus und zielt auf die Wiederherstellung der Körperfunktionen, die Verbesserung der Ernährung der Muskeln und Strukturen der Wirbelsäule und die Bildung von Ausgleichsleistungen ab. Elemente des Spiels, Sportgeräte und angewandte Übungen können verwendet werden.
  • Der letzte Teil nimmt zehn bis 20 Prozent der Gesamtzeit in Anspruch und die Hauptaufgabe dieses Teils ist es, die Belastung zu reduzieren sowie die Funktionen der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems wiederherzustellen. Atemübungen, leichtes Gehen, Aufmerksamkeits- und Entspannungsübungen werden durchgeführt.

Alle körperlichen Aktivitäten werden individuell ausgewählt, abhängig von der Erkrankung und dem Allgemeinzustand des Patienten. Sie können damit nicht nur die Funktionalität von Organen und Systemen wiederherstellen, sondern auch den mentalen und emotionalen Zustand.

Welche Gegenanzeigen gibt es?

Krankengymnastik hat mehrere Gegenanzeigen:

  • akute Periode ansteckender entzündlicher Krankheiten;
  • bösartige Neubildungen, einschließlich solcher mit Metastasen;
  • Geisteskrankheit, Demenz;
  • akute Durchblutungsstörungen (zerebrale und koronare);
  • das Vorhandensein eines Fremdkörpers in der Nähe der Nervenstämme oder der großen Gefäße;
  • akute Formen der Thrombose, Embolie;
  • Blutungen;
  • Herz-Kreislaufversagen;
  • ausgeprägtes Schmerzsyndrom.

 

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