Krämpfe beim Neugeborenen

Was sind Neugeborenenkrämpfe?

Krämpfe beim Neugeborenen kommen nur mit einer Häufigkeit von 0,2 bis 0,8 Prozent vor. Jedoch ist das Risiko wahrscheinlich unterschätzt, da Krämpfe in diesem Alter oft unbemerkt bleiben. Krampfanfälle bei Neugeborenen können sehr frustrierend sein. Der Bewusstseinsverlust ist nicht immer leicht zu erkennen.

Was sind Anzeichen für Krämpfe beim Neugeborenen?

Selten äußern sich Krämpfe beim Neugeborenen durch einen einfachen Augenausschlag oder einen ungewöhnlich starren Blick. Eine Abfolge von Grimassen, blinzelnde Augenlider, eine einfache Kaubewegung, ein plötzlicher Anfall von Blässe oder Zyanose (Blausucht), kleine arrhythmische Bewegungen der Finger bei einem Neugeborenen, das schläfrig aussieht und ungewöhnliche Bewegungen einer Gliedmaße sind oft die einzigen Manifestationen von Neugeborenenkonvulsionen. Es kommt maximal zu einem Zustand krampfartigen Unwohlseins, in dem die Anfälle unaufhörlich sind.

Diese Krämpfe sollten nicht mit dem gewöhnlichen Zittern der hungrigen, weinenden oder kalten Neugeborenen verwechselt werden. Diese rhythmischen Bewegungen der Gliedmaßen und des Kinns treten bei einem bewussten Kind auf und geben dem Druck der Hand des Untersuchers nach.

Ursachen und Risikofaktoren

  • Manchmal sind mütterliche Vergiftungen verantwortlich, z. B. durch die Einnahme bestimmter Betäubungsmittel.
  • Ein anderes Mal handelt es sich um eine direkte Vergiftung des Neugeborenen nach dem Missbrauch von Atemwegsanaleptika.
  • Hypoglykämie und Hypokalzämie sind die häufigsten metabolischen Ursachen.
  • Die bakterielle Meningitis (Hirnhautenzündung) muss systematisch erwähnt werden.
  • Bestimmte Erkrankungen des Embryos (Toxoplasmose, Herpes, Röteln, zytomegalische Einschlüsse etc…) und zerebrale Fehlbildungen können dafür verantwortlich sein.
  • Neugeborenenanoxie (also das vollständige Fehlen von Sauerstoff in den Zellen) und Hirnblutungen aufgrund eines geburtstraumatischen Traumas sind sehr häufige Ursachen.

Neugeborenenkrämpfe nach dem 5. Lebenstag sind bei Kindern beschrieben, die zum Zeitpunkt der Geburt ohne pathologische Vorgeschichte geboren sind. Glücklicherweise erlangen sie nach einigen Tagen wieder einen normalen klinischen Zustand und haben keine Nachwirkungen. Die Ursache ist unbekannt.

Ergänzende Untersuchungen und Analysen

Verschiedene ergänzende Untersuchungen sind bei einem krampfartigen Neugeborenen notwendig: Bestimmung von Blutzucker, Kalzium, Serologien, Blutkulturen, Lumbalpunktion (Rückenmarkspunktion), Elektroenzephalogramm, Schädelröntgen, Untersuchung des Augenhintergrunds usw.

Diese Analysen dienen in erster Linie dazu, zu versuchen, eine mögliche Stoffwechselanomalie zu korrigieren, noch bevor die Ergebnisse der dringend vom Labor angeforderten Tests vorliegen. Der Kinderarzt injiziert daher Glukose, Kalzium, Vitamin B6 und Magnesium. Dadurch ist es möglich, leicht heilbare Ursachen zu behandeln.

Krämpfe beim Neugeborenen – wie sieht eine Behandlung aus?

Die symptomatische Behandlung umfasst die Anwendung von Muskelentspannern. Je nach Ursache kann die Behandlung sehr unterschiedlich ausfallen.

 

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