Kopfschuppen

Was sind Kopfschuppen?

Die Kopfhaut stößt ihre Hornschicht, also die oberste Hautschicht, als unsichtbare Schüppchen ab. Bestehen die Schüppchen aus mehr als 500 Hornzellen, werden sie sichtbar, besonders auf dunklen Jacketts und Abendkleidern. Ganz besonders betroffen sind wiederum Psoriatiker (Patienten mit Schuppenflechte), wenn deren Kopfhaut überdurchschnittlich fleißig Schuppen produziert.

Wirkstoffe gegen Schuppen

Bei Kopfschuppen bietet sich eine wahrlich natürliche Therapie an: Wenn am Meer in Wind und Wetter die Seele baumeln darf, sind die Kopfschuppen schon bald wie weggeblasen.

Doch wer kann schon allenthalben ans Meer fahren, wenn es vom Kopfe rieselt? Im Alltag bedarf deshalb die schuppende Kopfhaut intensiver Pflege. Dafür eignen sich milde, leicht saure Haarshampoos, die am besten noch ein desinfizierendes Mittel enthalten.

Andere Mittel gegen Kopfschuppen lassen sich weniger leicht anwenden: So wirkt Salizylsäure sehr gut. Allerdings gestaltet sich die Anwendung gewöhnungsbedürftig. Die Salizylsäure wird in einer Konzentration von 5 bis 10% zum Beispiel in Olivenöl über Nacht auf die Kopfhaut eingerieben – eine nicht unbedingt appetitliche Angelegenheit. Um das Kopfkissen und die Ehe zu entlasten, trägt man dabei am besten eine Schlafmütze aus Plastik, etwa eine Duschhaube. Morgens sollte das Öl dann mit einem Haarwaschmittel ausgewaschen werden.

Sonnenlicht gegen Kopfhautschuppen

Nicht nur die Chemie bietet Hilfsmittel gegen Schuppen, sondern auch die Physik: Wie bei vielen Hauterkrankungen hilft ultraviolettes Licht nicht nur auf der Haut, sondern auch auf dem Kopf. Je nach Intensität des Haarwuchses erreicht das Sonnenlicht die Kopfhaut wenig oder gar nicht. Ein Hautarzt aber hat einen Lichtkamm: Mit diesem Kamm scheitelt man die Haare, so dass die eingebaute Lichtröhre die Kopfhaut bescheinen kann. Am besten wirkt der Lichtkamm, wenn die Kopfhaut schon weitgehend entschuppt ist. Denn sonst lassen die silbrigweißen Schuppen das heilende Licht abblitzen. Feuchtes Haar unterstützt dagegen den Lichtkamm. Geschützt werden müssen allerdings die Augen, denn sonst besteht die Gefahr, dass sie durch das UV-Licht aus so geringer Entfernung Schaden nehmen.

Kortison für hartnäckige Fälle von Kopfschuppen

Für wirklich überaus heftige Fälle, insbesondere von unkontrollierbarem Juckreiz am Kopf, halten die Hautärzte kortisonhaltige Tinkturen bereit. Darunter bilden sich die Schuppen normalerweise innerhalb weniger Tage zurück. Aber diese harten Medikamente bleiben ganz schweren, krankhaften Fällen vorbehalten.

 

Autor

Dr. med. Johannes Müller

 

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