Knochenmarkpunktion

Was ist eine Knochenmarkpunktion?

Bei dieser Untersuchung punktieren Ärzte Knochenmark, d. h. aus dem Rückenmark gewinnen sie mit einer Nadel unter örtlicher Betäubung biologisches Material (auch: Knochenmarkdiagnostik). Dieses untersuchen Experten im Labor, um bösartige Erkrankungen des Blutes zu diagnostizieren.

Häufig führen Ärzte gleichzeitig eine Punktion des Beckenknochens oder des Brustbeins (lat. Sternum; sog. „Sternalpunktion“) durch. Bei kleinen Kindern findet eine Punktion des oberen Drittels des Schienbeins oder des Fersenbeins statt. In einigen Fällen können das Becken, die Rippen und die Dornfortsätze der Wirbel punktiert werden.

Wann ist eine Knochenmarkpunktion notwendig?

Sie ist bei Patienten zur Untersuchung des Knochenmarks und für Spender angemessen, um gesundes Knochenmark zu erhalten. Knochenmark ist eine weiche schwammige Substanz, die sich in den Knochen befindet. Das Ergebnis der Punktion bestätigt eine Diagnose von Knochenmarkmetastasen. Sie kann auch die Ursachen für Leukozytose (krankhaftes Vermehren der weißen Blutkörperchen), Thrombozytose (krankhafte Vermehrung der Bluttplättchen) und Anämie (Blutarmut) bestimmen. Eine Knochenmarkbiopsie hilft bei der Beurteilung der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie bei Blutkrankheiten.

Was passiert bei einer Knochenmarkdiagnostik?

Die Punktionen führen Ärzte üblicherweise unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durch. Die Punktion des Knochenmarks zur Entnahme von Proben zur zytologischen und histologischen Untersuchung erfolgt durch eine Punktion der Knochenplatte des Brustbeins oder eines anderen Knochens.

Nach der Anästhesie wird in der Position des auf dem Rücken liegenden Patienten das Brustbein in Höhe der dritten Rippe mit einer Hohlnadel durchstochen und fixiert. Danach saugt der Spezialist 0,5-1 ml Knochenmark langsam ab. Die Knochenmarkpunktionsnadel hat eine Scheibe zur Regulierung der Punktionstiefe. Im Anschluss kann die Nadel gleich wieder entfernt werden.

Findet der Eingriff im Krankenhaus statt?

Die Knochenmarkdiagnostik wird häufig ambulant durchgeführt und eine spezielle Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich. Die Entnahme von Knochenmark ist oft schmerzfrei und der Eingriff dauert etwa 20 Minuten. Nach der Entnahme von Knochenmark wird ein steriler Verband an dieser Stelle angelegt.

 

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