Knocheninfektion

Was ist eine Knocheninfektion?

Eine Knocheninfektion (auch: Osteitis) ist die Entzündung eines Knochens durch das Eindringen von Bakterien. Eine solche Entzündung tritt bei offenen Frakturen und schwerer Ansteckung der Wunde auf (Schusswunden oder Verletzung, bei denen die Behandlung nicht rechtzeitig begonnen wurde). Die Risikogruppe umfasst Bevölkerungsgruppen mit verminderter Immunität. Bei einer Knochenentzündung sind hauptsächlich die Knochen von Oberschenkel, Unterschenkel, Schulter und Unterarm betroffen.

Wie entwickelt sich eine Knochenentzündung?

Die Krankheit entwickelt sich aus nur zwei Gründen: eine Infektion oder eine Verletzung. Zum Zeitpunkt eines Bruchs oder einer Verletzung – insbesondere bei offenen Wunden, können Mikroorganismen (Viren) leicht aus der äußeren Umgebung in den Körper gelangen.

Bei einer geschlossenen Fraktur können Infektionen nur vom Körper selbst in den Knochen eindringen. Eine Infektion tritt nur auf, wenn bei Vorliegen chronischer Infektionsherde sowie bei unsachgemäßer Behandlung postoperativer Wunden keine Hygiene eingehalten wird. In Bezug auf die Art der Infektion sind die Hauptpathogene (Hauptkrankheitserreger) hier die Erreger des Typs Syphilis (eine Geschlechtskrankheit mit Hautveränderungen, Schleimhäuten) und Tuberkulose.

Anzeichen einer Knocheninfektion

Die Symptome einer Knochenentzündung können sehr unterschiedlich sein. Sie hängen vom betroffenen Knochen ab. Auch die Form und Ursache der Entzündung spielt eine große Rolle. Zu den Kennzeichen einer Knochenentzündung gehören:

  • Schmerz, der zunimmt;
  • eingeschränkte oder völlig fehlende Mobilität, wenn sie nicht behandelt wird (dieses Symptom entwickelt sich sehr schnell);
  • sekundäre Knochendeformitäten und Knochenbrüche, die häufig von selbst auftreten; es ist kein gleichzeitiger traumatischer Faktor erkennbar;
  • Störung des Nervensystems und der Wirbelsäule;
  • Bildung von Fisteln.

Es kommt auch vor, dass eine Knochenentzündung in chronischer Form auftreten kann. In diesem Fall gibt es keine Symptome, Manifestationen treten nur mit einer Verschlechterung des chronischen Prozesses auf.

Wie behandeln Ärzte eine Osteitis?

Die wesentlichen Methoden zur Behandlung einer Knochenentzündung umfassen:

  • Langzeitbehandlung mit Antibiotika (in den ersten Tagen werden Medikamente intravenös verschrieben);
  • Ruhe und Immobilisierung (Fixierung) der Entzündungsstelle;
  • Chirurgischer Eingriff (Hauptmethode): radikale Entfernung nicht lebensfähiger Bereiche des Knochens;
  • Ersatz des betroffenen Bereichs mit knochentransplantologischen Methoden;
  • Physiotherapie.

 

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