Knochengewebe

Was ist Knochengewebe?

Knochengewebe (lat. Endosteum) ist Gewebe, das zusammen mit dem Knorpelgewebe die Knochen bildet. Es zeichnet sich durch das reichliche Vorhandensein von Kalziumsalzen aus. Ihnen haben wir die besondere Konsistenz und damit die hohe Möglichkeit der mechanischen Leistungsfähigkeit der Knochen zu verdanken.

Wie ist Knochengewebe aufgebaut?

Die Grundsubstanz des Endosteums besteht aus einem Substrat, das Bündel von Kollagenfibrillen bildet. In ihnen befinden sich die Osteozyten mit Fortsätzen, die in kleinen Hohlräumen (Knochenspalten) und verzweigten Kanälen (Knochenkanälen) verlaufen.

Bei erwachsenen Knochen ist die Grundsubstanz in Lamellen (lamelläres Knochengewebe) angeordnet, die konzentrisch um sehr kleine Kanäle (Havers’sche Kanäle) überlagert sind. Die Kanäle, Lamellen und Osteozyten bilden die Osteonen. Unter ihnen befinden sich weitere Lamellen und interstitielle Zellen, auch Knochenbruch genannt.

Je nach Anordnung der Lamellen gibt es zwei verschiedene Arten von Knochengewebe: Den kompakten Typ, der sich durch ein besonders kompaktes Lamellensystem auszeichnet. Und den schwammartigen Typ, dessen Knochentrabekel sich unter Hinterlassung unregelmäßiger, mit Knochenmark gefüllter Zwischenräume kreuzen.

Im kompakten Knochen gibt es weitere kleine, nicht von Lamellen umgebene Kanäle (Volkmannsche Kanäle), die durch die Lamellensysteme durch den Knochen verlaufen.

Das Knochengewebe ist äußerlich von einer Bindehaut, dem so genannten Periost, bedeckt, das Zellen (Osteoblasten) enthält, die für das Wachstum und die ständige Ernährung des Knochens sorgen. Der Markkanal ist intern durch das Endosteum ausgekleidet.

Schließlich gibt es Osteoklasten, die in den Lücken des Knochengewebes platziert sind. Sie haben die Funktion, die Knochensubstanz selbst zu erodieren und kontinuierlich zu erneuern. Eine Vielzahl von mineralisiertem Knochengewebe ist Dentin, aus dem die Zähne bestehen.

 

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