Neurodermitis: Klimabehandlung

Wie funktioniert eine Klimabehandlung bei Neurodermitis?

Die Sonne können Neurodermitiker austricksen, seit es gute Solarien gibt. Mit dem Klima sieht das dagegen etwas anders aus. Die Klimabehandlung bei Neurodermitis wirkt als Heilbehandlung auf vielerlei Weise: Im Klimakurort ist die Luft sauberer als in der Großstadt oder im Industriegebiet. Deshalb fliegen zumeist auch weniger (oder andere) Allergene durch die Luft. In Höhenlagen über 1.500 Meter leben keine Hausstaub-Milben mehr.

Salzhaltige Luft an der Nordsee oder am Toten Meer hinterlässt einen leichten Salzfilm auf der Haut, der entzündungshemmend und feuchtigkeitsbindend wirkt. Die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht, die neurodermitische Erscheinungen lindert, ist im Hochgebirge und an der See intensiver. Das Reizklima an der Nordsee mit ständigem Wind, aber ohne schweißtreibende Hitze, härtet ab und fördert die körpereigene Cortisonausschüttung.

Weitere Vorteile einer Neurodermitis-Behandlung im Kurort

Der Patient bewegt sich mehr an der frischen Luft. Und nicht zuletzt tut die Entspannung im Urlaubs- oder Kurort ihre Wirkung, wenn man Ruhe vor dem Alltagsstress hat und viele Probleme zu Hause lassen kann. Selten ist man bei der Klimabehandlung bei Neurodermitis allein, sondern trifft vielmehr andere, denen es ebenso geht. Und es tut gut zu wissen, mit einem Problem nicht allein zu sein, sondern Gesprächspartner zu haben, die dieselbe Last am eigenen Leibe erfahren.

Wie wirkt sich die Behandlung aus?

Fast immer führt eine Klimabehandlung zur Besserung von Neurodermitis. Unterschiedlich ist, ob das Seeklima oder das Hochgebirgsklima weiterhilft. Meistens hält der Erfolg einer Klimabehandlung bei Neurodermitis für längere Zeit an. Noch länger hält der positive Effekt erfahrungsgemäß an, wenn die Klimabehandlung regelmäßig wiederholt wird. Kombiniert mit einer intensiven Hautpflege kann schon eine vier- oder sechswöchige Klimabehandlung pro Jahr zu weitgehender Erscheinungsfreiheit verhelfen.

Viele Neurodermitiskranke, die ins Hochgebirge oder an die Nordsee umgezogen sind, haben es geschafft. Doch es gibt auch nicht wenige, die nach einer Phase der Gewöhnung wieder ihre alten Probleme entwickeln.

 

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