Kinesiotaping

Was ist Kinesiotaping?

Kinesiotaping ist eine alternative Therapieform, bei der man eine Art Pflaster zur Unterstützung der Behandlung vieler Krankheiten einsetzt. Demnach gleiche Kinesiotaping Gewebe aus, stimuliere Nervenenden und helfe, Schwellungen zu beseitigen, indem es den richtigen Lymphfluss bewirke. Durch eine gewisse Dehnung des Klebebandes kann die Lymphdrainage gelindert und der Schmerz reduziert werden.

Was ist das Wesentliche dieser Therapieform?

Die beim Kinesiotaping verwendeten Pflaster sind Gewebebänder ohne Latex mit einer speziellen Klebebeschichtung, die auf die Wärme der menschlichen Haut reagiert. Die korrekte Anwendung von diesen Pflastern soll eine anatomisch korrekte Muskelfunktion und die Wiederherstellung des Gewebestoffwechsels gewährleisten.

Das Wesentliche dieser Technik ist, dass ein fünf bis zehn Zentimeter breites Klebeband auf besondere Weise an eine schmerzende Stelle (einen gedehnten Muskel, eine Sehne oder ein Hämatom) geklebt wird. Die Oberflächenspannung liegt sehr nahe an der Spannung der Haut, sodass diese einen Teil der Belastung aus überlasteten Bereichen aufnimmt und sie bei ihrer Arbeit unterstützt. Darüber hinaus sollen sich die Durchblutung und die Lymphzirkulation verbessern.

Welche Wirkungen hat Kinesiotaping?

  • betäubende Wirkung
  • entzündungshemmende Wirkung
  • muskelentspannende Wirkung
  • Resorption (Aufsaugen) von Ödemen (Schwellungen) und Hämatomen
  • Lymphdrainage-Wirkung
  • dynamische Wirkung erleichtert die Bewegung eines Gliedes oder Gelenks

In welchen Fällen wird Kinesiotaping eingesetzt?

  • Bänderdehnung
  • Hämatome
  • Subluxation – unvollständige Ausrenkung eines Gelenkes – von Knöchel, Schulter und Fingern
  • Schulter-, Knie-, Kopfschmerzen
  • Schmerzen im unteren Rücken, auch bei schwangeren Frauen
  • spinale Osteochondrose (degenerative Veränderung an der Wirbelsäule)
  • Rehabilitation nach Operationen
  • in der Pädiatrie (Kinderheilkunde) – bei eingeschränkter funktioneller Motilität (Fähigkeit zur aktiven Bewegung)

Kinesiotaping eignet sich für alle Weichteile des Körpers (hauptsächlich für den Muskelapparat) sowie zur Behandlung von viszeralen und neurologischen Schmerzen. Das Klebeband soll den Muskel halten, die Durchblutung verbessern und Regenerationsprozesse schneller ablaufen lassen. Man kann das Klebeband drei bis fünf Tage lang rund um die Uhr tragen. Allerdings wird empfohlen, ein Sport-Klebeband vor jedem Training (das zur Wiederherstellung des Gelenks erforderlich ist) auszutauschen.

Welche Gegenanzeigen gibt es für diese Behandlungsform?

  • das Klebeband darf nicht mit einer offenen Wunde in Kontakt kommen
  • bei Hautkrankheiten ist auf das Taping zu verzichten
  • die Anwendung von Klebeband bei Thrombosen ist nicht empfohlen
  • während der Schwangerschaft sollte man diese Therapie mit Vorsicht anwenden, insbesondere im letzten Trimester
  • Kinesiotaping ist bei allergischen Reaktionen verboten

 

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